Aktuelle Nachrichten – China
17.06.2008
Peking – In den chinesischen Hochwassergebieten ist keine Entspannung in Sicht: Meteorologen rechneten für die kommenden Tage mit weiteren heftigen Regenfällen, die auch den Gelben Fluss, den zweitgrößten des Landes, über die Ufer treten lassen könnten. Die Zahl der Todesopfer bei den Überschwemmungen und Erdrutschen stieg auf 171, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete.
Die Wassermassen überschwemmten auch Ackerland im Süden Chinas. Viele Bauern waren gezwungen, unreifes Gemüse zu ernten, bevor es im Wasser verrottet. Die Preise für Nahrungsmittel sind bereits deutlich gestiegen. Die Zentralregierung wies am Dienstag ihre Kontrolleure in der Region an, Wucher im Katastrophengebiet zu unterbinden. In der Provinz Guangdong verstärkten Helfer die Flussdämme in neun Städten, wie Xinhua berichtete.
Insgesamt mussten über 1,27 Millionen Menschen ihre Häuser verlassen. Betroffen war auch die Provinz Sichuan, die noch immer mit den Folgen des verheerenden Erdbebens im vergangenen Monat zu kämpfen hat. (AP)
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