Umwelt – Welternährungsgipfel geht ohne konkrete Zusagen zu Ende – Frances D'Emilio
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FAO-Chef enttäuscht Welternährungsgipfel geht ohne konkrete Zusagen zu Ende

Frances D'Emilio

18.11.2009

Foto: AP Photo/Pier Paolo Cito, Pool

Foto: AP Photo/Pier Paolo Cito, Pool

Rom – Ohne konkrete Vereinbarungen im Kampf gegen den Hunger ist am Mittwoch der Welternährungsgipfel in Rom zu Ende gegangen. Den Hungernden seien lediglich „Brotkrümel“ angeboten worden, beklagte die Hilfsorganisation Oxfam. Schon zu Beginn des dreitägigen Gipfels hatten sich die Delegierten aus fast 200 Ländern auf eine Abschlusserklärung geeinigt, die aber keine verbindliche Investitionssumme nennt. Auch der Generaldirektor der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), Jacques Diouf, äußerte sich enttäuscht über das Fehlen spezifischer Hilfszusagen.

Der Gipfel habe nicht die Erfolge hervorgebracht, auf die er gehofft habe, sagte Diouf in seiner Abschlussrede. Angesichts der billionenschweren Rettungspakete zur Bekämpfung der Finanzkrise sollte es der Staatengemeinschaft eigentlich auch möglich sein, mehr Mittel für die Hungernden bereitzustellen. Zugleich betonte er jedoch, dass auf dem Gipfel in Rom „wichtige Schritte“ vereinbart worden seien.

Nach FAO-Rechnung wären in den kommenden Jahrzehnten jährlich 44 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) erforderlich. Insgesamt hungern laut FAO weltweit mehr als eine Milliarde Menschen. Die Vereinten Nationen hatten sich von dem Ernährungsgipfel ursprünglich die Verständigung auf das Ziel erhofft, bis 2025 den Welthunger auszurotten.

Allein am Horn von Afrika haben rund 23 Millionen Menschen nicht genug zu essen, darunter bis zu fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren. Mehr als die Hälfte der Betroffenen lebe in Äthiopien, erklärte das Welternährungsprogramm (WFP) am Mittwoch in Rom. Um die Menschen am Horn von Afrika mit Nahrungsmitteln zu versorgen, benötigt das WFP nach eigenen Angaben in den kommenden sechs Monaten rund eine Milliarde Dollar. (AP)

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