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Weltraumroboter „Dextre“ hat jetzt auch Arme

Liz Austin Peterson

16.03.2008

Die Astronauten Michael Foreman, links, und Richard Linnehan arbeiten ausserhalb der Raumstation am Roboterarm. (AP Photo/NASA)
Die Astronauten Michael Foreman, links, und Richard Linnehan arbeiten ausserhalb der Raumstation am Roboterarm. (AP Photo/NASA)

Houston – In einem siebenstündigen und nach Angaben der NASA extrem harten Arbeitseinsatz im All haben zwei US-Astronauten am Sonntag die beiden Arme am neuen Weltraumroboter „Dextre“ montiert. Damit ist die riesige Maschine nun fast bereit für ihren Einsatz an der Internationalen Raumstation, wo sie den Astronauten künftig schwere Arbeiten abnehmen soll.

Der Außenbordeinsatz wurde für Richard Linnehan und Michael Foreman zur echten Herausforderung, weil sich einer der dreieinhalb Meter langen Roboterarme nicht aus der Befestigung in der Ladebucht der Raumfähre „Endeavour“ lösen ließ, wo er für Flug ins All verstaut worden war. Zwei Befestigungsbolzen saßen fest. Sie mussten zum Montiereisen greifen, um den Arm zu lösen.

„Das ganze Team hat heute eine fantastische Arbeit geleistet“, sagte der Sprecher des Kontrollzentrums in Houston, Zebulon Scoville. „Ihr könnt stolz auf euch sein.“ Am Sonntag sollte der Roboter noch einem Test unterzogen werden. Er soll in einem dritten Außenbordeinsatz am Montag ganz fertiggestellt werden.

Zuvor war es der Shuttle-Besatzung gelungen, die Stromversorgung des 200 Millionen Dollar (129 Millionen Euro) teuren kanadischen Wartungsroboters „Dextre“ an der Raumstation herzustellen. „'Dextre' hat Strom“, verkündete die Flugkontrolle in Cape Canaveral erleichtert. Die Probleme gab es wohl wegen eines fehlerhaften Kabels. „Dextre“ braucht ständig Strom für seine Gelenke und die Elektronik. Sie dürfen nicht mehrere Tage ungeschützt der Kälte des Alls ausgesetzt sein. Dies könnte zu Schäden führen.

Die „Endeavour“ hat auch erste Teile des japanischen Weltraumlabors „Kibo“ (“Hoffnung“) an Bord. Der japanische Astronaut Takao Doi betrat es am Freitag zum ersten Mal.

http://spaceflight.nasa.gov/ (AP)

 

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