Aktuelle Nachrichten – Konjunktur
20.04.2008
Frankfurt/Main – Die Bundesregierung rechnet nach einem „Spiegel“-Bericht schon für September mit weniger als drei Millionen Arbeitslosen. Das meldete das Nachrichtenmagazin am Wochenende unter Berufung auf den interministeriellen Arbeitskreis Gesamtwirtschaftliche Vorausschau.
Die Fachleute aus den Ressorts Wirtschaft, Finanzen und Arbeit sowie des Kanzleramts begründeten ihre Einschätzung damit, dass der September auf dem Arbeitsmarkt gewöhnlich der günstigste Monat des ganzen Jahres sei. Der Wirtschaftsweise Bert Rürup hatte vor eineinhalb Wochen erklärt, er rechne mit einem Sinken der Arbeitslosigkeit unter die Drei-Millionen-Marke für die Monate Oktober/November.
Laut „Spiegel“ halten die Fachleute der Bundesregierung trotz der Turbulenzen an den Kreditmärkten an ihrer bisherigen Konjunkturprognose für 2008 fest. Sie erwarten weiter ein Wachstum von 1,7 Prozent. Nach ihrer Einschätzung folgt aber im kommenden Jahr eine merkliche Abkühlung. Dann werde das Plus wegen der Spätfolgen der weltweiten Finanzkrise nur noch bei 1,2 oder 1,3 Prozent liegen, heißt es den Angaben zufolge nach vorläufigen Berechnungen.
Auch die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ meldete in ihrer Samstagausgabe, dass die Regierung im nächsten Jahr nur mehr von einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent ausgehe. Damit bliebe die Regierung unter der Projektion der Wirtschaftsforschungsinstitute, die für 2009 ein Plus von 1,4 Prozent voraussagte. (AP)
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