Aktuelle Nachrichten – Europa
07.11.2008
Neuenburg – Die rückläufige Nachfrage ausländischer Gäste hat das Wachstum der Schweizer Hotellerie gestoppt. Im September wurden insgesamt 3,4 Millionen Logiernächte verzeichnet, was im Vergleich zur Vorjahresperiode einem Rückgang von 0,9 Prozent entspricht. Die Nachfrage der Schweizer Gäste stieg dagegen an.
Im September 2008 verzeichneten Schweizer Hotels rund 31.000 Übernachtungen weniger als noch im gleichen Vorjahresmonat, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Von den insgesamt 3,4 Millionen Übernachtungen wurden 1,6 Millionen von Schweizern gebucht, was ein Plus von 1,0 Prozent bedeutete. Die Nachfrage aus dem Ausland ging aber mit 1,8 Millionen Logiernächten um 2,5 Prozent zurück.
Deutlich weniger Touristen kamen etwas aus den USA. Die Zahl der Übernachtungen von Amerikanern nahm um 28.000 oder 15 Prozent ab. Von deutschen Gästen wurden 12.000 Logiernächte (-1,9 Prozent) weniger gebucht, und bei den asiatischen Ländern wurde von Touristen aus Japan ein Rückgang von 7.000 Übernachtungen (-13 Prozent) registriert. Bei Gästen aus den Golfstaaten erfolgte eine Nachfrageeinbusse von 6.000 Logiernächten oder 33 Prozent. Grosser Beliebtheit erfreuten sich Schweizer Destinationen dafür nach wie vor bei russischen Touristen. Diese sorgten für die höchste ausländische Zunahme mit einer Steigerung um 6.000 Übernachtungen oder 26 Prozent.
Im Hoch befand sich im September die Tourismusregion Graubünden, die mit einer Zunahme von 31.000 Logiernächten ein Plus von 6,5 Prozent verzeichnete. Die Region Zürich kam mit 6.000 Übernachtungen mehr auf ein Plus von 1,5 Prozent. Im Tessin dagegen wurde ein Rückgang von 8,7 Prozent oder 30.000 Übernachtungen verbucht und auch das Berner Oberland büsste 12.000 Logiernächte (-3,3 Prozent) ein.
Insgesamt lag die Zahl der in der in den ersten neun Monaten verzeichneten Logiernächte bei über 30 Millionen. Verglichen mit der Vorjahresperiode ist das gemäss der BFS-Beherbergungsstatistik eine Zunahme von 3,6 Prozent. Dazu trugen die ausländischen Gäste mit 18 Millionen Übernachtungen (+3,8 Prozent) sowie einheimische Touristen mit 13 Millionen Logiernächten (+3,3 Prozent) bei. (AP)