Foto: dapd/Stefan Simonsen
Gütersloh – Das sind gute Nachrichten: In Deutschland müssen weniger kleine Kinder in Armut aufwachsen. Die Zahlen haben sich verbessert. Das haben Fachleute am Sonntag gesagt. Trotzdem aber liegt vieles im Argen.
Die Fachleute arbeiten bei der Bertelsmann Stiftung. Sie haben geguckt, wie viele Familien mit kleinen Kindern in Deutschland wenig Geld haben. Dabei haben sie festgestellt, dass im vergangenen Jahr gut 18 von 100 Kindern unter drei Jahren in Armut aufwachsen mussten. Im Jahr zuvor waren es noch fast 20 von 100 gewesen. Insofern hat sich die Lage der Kinder etwas verbessert. Allerdings gibt es trotzdem noch viel zu tun, wie die Ergebnisse der Forscher zeigen.
Für die Forscher wachsen Kinder in Armut auf, wenn ihre Eltern "Hartz IV"-Geld kriegen. Das kann verschiedene Gründe haben. Mitunter finden die Eltern seit langem keine Arbeit und können für sich und ihre Kinder nicht sorgen. Der Staat hilft den Familien dann. Manche Eltern verdienen in ihrem Job auch einfach sehr wenig. Das "Hartz IV"-Geld kriegen sie dann zum Lohn obendrauf, damit sie sich die wichtigsten Dinge kaufen können.
Die Forscher sagen, dass in manchen Gegenden Deutschlands Kinder eher von Armut bedroht sind als anderswo. In Großstädten wachsen Kinder häufiger in Armut auf. Und auch von Bundesland zu Bundesland gibt es Unterschiede. In Sachsen-Anhalt im Osten Deutschlands ist das Armutsrisiko für Kinder beispielsweise dreieinhalb Mal höher als in Bayern im Süden Deutschlands. Am ehesten sind Kinder in Berlin und Bremen von Armut bedroht.
Wenn Kinder in Armut aufwachsen müssen, dann haben sie es nicht leicht. Es fehlt Geld für viele Dinge. Neue Klamotten, gesundes Essen, ein Besuch im Zoo oder ein Sportverein sind mitunter nicht drin.
dapd
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