Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft
22.10.2009
Berlin – Gesund und reif, aber recht knapp: Der Weinjahrgang 2009 wird voraussichtlich überdurchschnittliche Qualität haben. Allerdings wird die Erntemenge wegen Frostschäden zehn Prozent unter der des Vorjahres liegen, wie der Deutsche Raiffeisenverband als Dachverband der Winzergenossenschaften am Donnerstag in Berlin meldete.
„Sehr zufrieden zeigen sich die Winzergenossenschaften von Franken bis Sachsen“, schrieb der Verband. Erste Hochrechnungen gehen aber nur von einer genossenschaftlichen Weinernte von etwa 2,8 Millionen Hektoliter aus, das sind etwa zehn Prozent weniger als 2008.
Ursache seien Frostschäden im Winter, von denen vor allem die Genossenschaften an Saale-Unstrut und in Sachsen betroffen seien. Hier werde mit einer um 40 bis 50 Prozent geringeren Ernte gerechnet. Ertragsausfälle infolge von Hagel- oder Sturmschäden verzeichneten dagegen vor allem die Winzergenossenschaften in Baden und Rheinhessen. Auch im Rheingau sei nach Hagelschlag mit einer niedrigeren Ernte zu rechnen.
Grund zur Freude gäben dagegen die Qualitäten: „Die Mostgewichte liegen im Prädikatsweinbereich und somit über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre“, erklärte der Verband. Das günstige Wetter der vergangenen Wochen ermöglichten die Lese von gesunden und reifen Trauben. Bei den in Kürze möglichen Verkostungen würden „fruchtige, stoffige und harmonische Weine“ erwartet. (AP)
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