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Fall Julia Timoschenko: Westerwelle will Gespräche mit Ukraine fortsetzen

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02.05.2012

Fall Julia Timoschenko. Außenminister Westerwelle: "Wir müssen jetzt etwas tun." Foto: Clemens Bilan/dapd
Fall Julia Timoschenko. Außenminister Westerwelle: "Wir müssen jetzt etwas tun."

Foto: Clemens Bilan/dapd

Mainz – Außenminister Guido Westerwelle sucht mit Blick auf den gesundheitlichen Zustand der inhaftierten Oppositionsführerin Julia Timoschenko weiterhin den Kontakt zur Regierung in der Ukraine. Es sei wichtig, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, sagte er am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".

Julia Timoschenko müsse dringend medizinisch behandelt werden, bekräftigte Westerwelle. Sie sei in einer sehr ernsten Lage. "Wir müssen jetzt etwas tun." Der der FDP-Politiker wiederholte das Angebot, Timoschenko in Deutschland ärztlich behandeln zu lassen.

Zuvor hatten sich Politiker verschiedener Parteien wegen der derzeitigen Haftbedingungen der erkrankten ehemaligen ukrainische Regierungschefin für die Verlegung der in der Ukraine geplanten Europameisterschaftsspiele ausgesprochen. Mehrere Bundestagsabgeordnete hatten Deutschland als alternativen Austragungsort ins Gespräch gebracht. Auch Boykott-Forderungen kamen auf.

Er verstehe zwar die aktuelle Diskussion um den Boykott der Europameisterschaft in der Ukraine, sagte Westerwelle – er fügte aber zugleich hinzu: "Wenn wir uns jetzt entscheiden würden, zu boykottieren, dann heißt das, dass wir kaum noch Einwirkungsmöglichkeiten haben, um die Lage von Frau Timoschenko zu verbessern." Es gehe nicht um eine Diskussion zwischen Politikern, sondern darum, dass Julia Timoschenko geholfen werde.

(dapd)

 

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