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Magere Erntebilanz Wetter vermiest Bauern die Ernte

DAPD

25.08.2010

Erst reifte das Getreide im Juni und Juli durch die extreme Trockenheit schnell, dann kam die Ernte durch den vielen Regen im August wochenlang zum Erliegen. Foto: Christof Stache/AP Photo
Erst reifte das Getreide im Juni und Juli durch die extreme Trockenheit schnell, dann kam die Ernte durch den vielen Regen im August wochenlang zum Erliegen.

Foto: Christof Stache/AP Photo

Berlin (apn) Das extreme Wetter hat den Bauern die Ernte vermiest. Die deutsche Getreideernte beträgt dieses Jahr schätzungsweise 43,9 Millionen Tonnen und liegt damit 11,8 Prozent unter dem Vorjahr, wie der Bauernverband am Mittwoch in Berlin berichtete. Der Chef des Fachausschusses Getreide, Klaus Kliem, sagte: „Was in diesem Jahr mit dem Wetter passiert ist, übersteigt das Vorstellungsvermögen eines Ackerbauern.“ Die erfreuliche Kehrseite für die Landwirte: Wegen der mageren Erntebilanz steigen die Preise.

Zwei Beispiele: Im März lag der Preis für eine Tonne Brotweizen noch bei rund 107 Euro, inzwischen beträgt er 181 Euro. Eine Tonne Raps brachte im Winter durchschnittlich gut 260 Euro; aktuell 355 Euro.

Befürchtungen, manche Lebensmittel würden bald für Ärmere quasi unbezahlbar, seien aber „absolut unbegründet“, sagte Kliem. Die Welternte an Getreide sei durchschnittlich, und es gebe ausreichend Lagerbestände. „Von Versorgungsengpässen sollte und darf also keine Rede sein.“ Dass zuletzt die Weizenpreise so stark gestiegen und auch die Kakaopreise explodiert seien, habe auch mit Spekulationen an den Börsen zu tun.

Das extreme Wetter machte die Ernte zu einer Zitter- und Verlustpartie, wie Kliem berichtete. Erst reifte das Getreide im Juni und Juli durch die extreme Trockenheit schnell, dann kam die Ernte durch den vielen Regen im August wochenlang zum Erliegen. Das führte zum vorzeitigen Keimen des Getreides. Neben Ertragseinbußen sind bei der Ernte 2010 daher auch Qualitätsverluste zu verzeichnen. (AP)

 

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