Gesundheitsvorsorge, Lebensführung, Volksheilkunde, Naturheilweisen – WHO: Immer noch im Kampf gegen Lepra – DAPD
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Jährlich 5.000 Neuerkrankungen WHO: Immer noch im Kampf gegen Lepra

DAPD

13.02.2012

Ein Arzt prüft die sensorische Empfindlichkeit der Haut der jungen Patientin in einem Lepra-Krankenhaus in Bisidino, Äthiopien. AP Photo/Silvia Vogt
Ein Arzt prüft die sensorische Empfindlichkeit der Haut der jungen Patientin in einem Lepra-Krankenhaus in Bisidino, Äthiopien. AP Photo/Silvia Vogt

Manila – Der Kampf gegen Lepra ist der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge noch längst nicht vorbei: Allein aus dem westpazifischen Raum würden jährlich mehr als 5.000 neue Lepra-Fälle gemeldet, sagte WHO-Regionaldirektor Shin Young Soo am Montag in Manila, wo eine dreitägige Konferenz zu dem Thema mit Vertretern aus 37 Staaten der Region begann. Eigentlich war Lepra hier bereits 1991 für ausgerottet erklärt worden.

Shin appellierte an die Konferenzteilnehmer, sich nicht mit dem Erreichten zufriedenzustellen und rief sie auf, sich stärker gegen Lepra zu engagieren. Auf den Philippinen gebe es etwa 2.000 Lepra-Neuerkrankungen jährlich, in China werde die Zahl der Lepra-Neuerkrankungen ähnlich hoch geschätzt. Auch in anderen Ländern sei das WHO-Ziel verfehlt worden, die Zahl der Lepra-Neuerkrankungen auf weniger als einen Fall pro 10.000 Einwohner zu beschränken.

Gegen Lepra gibt es eigentlich seit vielen Jahren wirksame Medikamente, mit denen die Lepra-Erkrankung innerhalb von sechs bis zwölf Monaten heilbar ist. Häufig können sich Betroffene eine solche Therapie aber nicht leisten.

Lepra ist eine von Bakterien ausgelöste Krankheit, deren Erreger die Haut und das Nervensystem befallen. Die Übertragungswege sind noch immer nicht genau bekannt; es wird Tröpfcheninfektion angenommen. Bei rechtzeitiger Diagnose ist die Krankheit vollständig und ohne dauerhafte Schäden heilbar. Wird nicht frühzeitig genug behandelt, kommt es fast immer zu Entzündungen, Lähmungen und Behinderungen. (dapd)

 

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