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Fragen und Antworten Wie man seinen Computer richtig schützt

DAPD

02.06.2011

Im Browser sollten Nutzer des World Wide Web die Funktionen der sogenannten Cookies einschränken, um den angesteuerten Seiten nicht allzu viel über sich zu verraten. Foto: Michael Probst/AP Photo
Im Browser sollten Nutzer des World Wide Web die Funktionen der sogenannten Cookies einschränken, um den angesteuerten Seiten nicht allzu viel über sich zu verraten.

Foto: Michael Probst/AP Photo

Berlin – Im Internet lauern viele Gefahren für Computernutzer. Viren, Würmer und Trojaner können in den PC einbrechen, Programme zerstören, Daten klauen und damit große Schäden anrichten. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wie kann man sich schützen?

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät zu regelmäßigen Updates, Firewalls und Virenprogrammen. Vor allem aber sollten die Internetnutzer gesunden Menschenverstand walten lassen. Anhänge von E-Mails unbekannter Absender sollten nicht geöffnet werden, auch dann, wenn es sich dem Anschein nach um pdf-Dateien handelt. Wer sich auf zwielichtigen Websites herumtreibt oder illegal Software runterlädt, handelt sich dadurch eher Ärger mit Computer-Schädlingen ein als diejenigen, die bloß auf Nachrichtenseiten surfen.

Welche Virenprogramme kann man nehmen?

Die meisten seriösen Hersteller von Anti-Viren-Software bieten kostenlose Versionen ihrer Programme an, die zwar nicht alle Funktionen enthalten, aber für den privaten Nutzer völlig ausreichen. Drei Beispiele stammen von AVG (http://free.avg.com/de-de/startseite), Avast (http://www2.avast.de/produkte.html) und Avira (http://www.avira.com/de/for-home). Nutzer wählen einfach die als "free" gekennzeichnete Version.

Auf keinen Fall sollten Computerbesitzer einfach den Begriff Virenscanner googeln und dann irgendein Programm wählen. Denn genau dabei können sie auf Kriminelle reinfallen, die mit sogenannter Scareware Geld verdienen wollen. Das Programm zeigt dann einen angeblichen Virus an und behauptet, der verunsicherte Nutzer brauche ein weiteres – natürlich kostenpflichtiges – Programm, um den Schädling loszuwerden.

Welche Gefahren lassen sich beim Surfen und bei E-Mails umschiffen?

Mit ein paar Grundeinstellungen an Browser und E-Mail-Programm lassen sich die meisten Gefahren vermeiden. Wer E-Mails konsequent nur als Text anzeigen lässt und die HTML-Funktion ausschaltet, sieht zwar keine bunten Nachrichten mehr, vermeidet damit aber auch die meisten Gefahren, die darüber den Rechner erreichen können.

Im Browser sollten Nutzer des World Wide Web die Funktionen der sogenannten Cookies einschränken, um den angesteuerten Seiten nicht allzu viel über sich zu verraten. Cookies enthalten Informationen über das Nutzerverhalten, die auf dem Computer gespeichert werden. Die gängigen Browser ermöglichen es, zum Beispiel die Cookies von Drittanbietern zu verbieten oder das automatische Löschen all dieser Informationen beim Schließen des Programms einzustellen.

Ein weiteres Einfallstor für Schadprogramme sind sogenannte aktive Inhalte – Funktionen wie JavaScript. Experten warnen deshalb davor, sie standardmäßig zu aktivieren. Für den Browser Firefox gibt es zum Beispiel das Zusatzprogramm noscript, über das sich die Skripte flexibel an- und ausschalten lassen.

Was kann ein Nutzer tun, um die Schäden im Falle einer Infizierung gering zu halten?

Ein Backup sichert alle wichtigen Daten für den Fall, dass trotz aller Vorsicht ein Schadprogramm auf den Computer eindringt und ihn unbrauchbar macht, wie die Experten der Computer-Sicherheitsfirma G Data erklären. Durch ein Systemabbild lässt sich außerdem die ganze Festplatte mit allen installierten Programmen sichern. Wer das Abbild auf einer externen Festplatte erstellt, kann alle Daten auf einen Schlag wiederherstellen, wenn der Computer nach einer Infizierung neu aufgesetzt werden muss.

(dapd)

 

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