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Ein paar einfache Regeln Wie Radler sicher durch den Straßenverkehr kommen

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13.06.2012

"Goldene Regeln" nennt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) seine Verhaltenstipps für Radfahrer. Foto: Peter de Jong/AP Photo
"Goldene Regeln" nennt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) seine Verhaltenstipps für Radfahrer.

Foto: Peter de Jong/AP Photo

Bremen – Rücksichtslose Autofahrer, Lkw, die abbiegen, ohne zu sehen, wer neben ihnen fährt – viele Radfahrer fühlen sich nicht sicher auf Deutschen Straßen. Dabei lassen sich die Risiken erheblich mindern, wenn man beim Radfahren ein paar einfache Regeln beachtet.

"Goldene Regeln" nennt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) seine Verhaltenstipps für Radfahrer. Wer sie beachtet, kommt in aller Regel sicherer durch den Straßenverkehr. Der vielleicht wichtigste Sicherheitsgrundsatz lautet: Rücksicht nehmen und vorsichtig fahren erhöht die Sicherheit. "Wer Rücksicht nimmt, wird auch vorsichtig und rechnet damit, dass andere Verkehrsteilnehmer Fehler machen können", heißt es beim ADFC.

Radfahrer sollten stets "nach außen selbstbewusst, innerlich aber defensiv fahren", empfiehlt der Verein. Selbstbewusst bedeute beispielsweise, dass Radfahrer nicht am Bordstein kleben sollen, wenn sie auf der Straße unterwegs sind, erklärt ADFC-Rechtsexperte Roland Huhn. Sonst könnten Autofahrer dazu verleiten werden, auch bei Gegenverkehr zu überholen und dem Radfahrer deshalb zu nahe zu kommen. Beim Linksabbiegen sollten Radfahrer sich in der Mitte der Spur einordnen, sagt der Experte. "So verhindert man, dass Autofahrer, die ebenfalls links abbiegen wollen, sich noch an einem vorbei drängeln."

Einen Meter Abstand zum Bürgersteig

Generell gilt: Radfahrer, die auf der Straße unterwegs sind, sollten rund einen Meter Abstand zum Bürgersteig halten. An parkenden Autos sind laut ADFC anderthalb Meter Abstand geboten. Das mindert die Gefahr und erhöht die Sicherheit, mit plötzlich geöffneten Autotüren zu kollidieren.

Nicht minder wichtig für die Sicherheit ist es, sich im Straßenverkehr "eindeutig und berechenbar" zu verhalten. Dazu gehört laut ADFC vor allem Handzeichen zu geben. Um sicher durch den Verkehr zu kommen, sollten Radfahrer sich außerdem angewöhnen, Blickkontakt zu anderen Verkehrsteilnehmern zu suchen. "Wer sich stur auf sein Recht oder das Gehör verlässt, kommt eher in gefährliche Situationen als jemand, der noch einmal gründlich überprüft, dass kein Autofahrer seine Vorfahrt missachtet", heißt es auf der ADFC-Webseite. Auch der Schulterblick ist für die Sicherheit von Radlern unerlässlich.

Weil Fahrradfahrer von Lkw-Fahrern beim Abbiegen häufig übersehen werden, empfiehlt der Verkehrsverein zu den "Brummis" viel Abstand zu halten: "Große Räder bedeuten großen Abstand – zur Fahrerkabine, zu den Vorderrädern und dem ausschwenkenden Anhänger des Lkw."

Experte: Radwege oft unsicherer als die Straße

Wer auf dem Fahrradweg in der falschen Richtung unterwegs ist, setzt sich großen Gefahren aus: Leicht werde man an Ausfahrten oder einmünden Straßen von Autofahrern übersehen, sagt Roland Huhn. Der Experte räumt mit einem verbreiten Irrtum zum Tag der Verkehrssicherheit auf: Viele Radfahrer würden sich scheuen, auf der Straße zu fahren. Dabei seien Radwege oft unsicherer als die Straße.

(dapd)

 

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