Nach der Ermordung des Oppositionspolitikers Chokri Belaid hat es am Donnerstag in Tunesien erneut Proteste gegen die Regierung gegeben. In der Stadt Gafsa kam es vor dem Sitz der Provinzregierung zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Polizisten. Medienberichten zufolge wurden Steine und ein Molotow-Cocktail auf die Beamten geschleuderten, woraufhin diese Tränengas einsetzten.
Auch in der Hauptstadt Tunis kam Tränengas zum Einsatz. Als Reaktion auf die Proteste hatte der tunesische Ministerpräsident Hamadi Jebali bereits am Mittwoch Neuwahlen und die Umbildung der Regierung zu einer "Koalition der nationalen Einheit" angekündigt. Während die Opposition den Vorschlag begrüßte, ist ein solches Expertenkabinett in Jebalis eigener Partei, der islamistischen Ennahda-Partei, umstritten. Derweil haben die Gewerkschaften für Freitag einen Generalstreik angekündigt. Bereits am Donnerstag legten Anwälte, Richter und auch die Lehrenden der Mandouba Universität bei Tuni ihre Arbeit nieder.
(dts Nachrichtenagentur)
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