Berlin – Gemeinsam mit seinem achtjährigen Sohn Jaden hat Hollywood-Star Will Smith am Dienstagabend in Berlin die Deutschlandpremiere seines neuen Films „Das Streben nach Glück“ gefeiert. Beide wurden am Potsdamer Platz von mehreren hundert Fans begeistert empfangen und gaben, begleitet von Ehefrau und Mutter Jada Pinkett, zahlreiche Autogramme.
Vater und Sohn hatten für das Projekt zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera gestanden, und das offenbar zum Vergnügen des Juniors. „Es hat Spaß gemacht, mit Papa zu drehen. Er war lustig – meistens“, sagte der Nachwuchs-Mime und gab zur Bekräftigung anschließend auf dem roten Teppich noch ein paar Tanzeinlagen zum Besten.
Vater Will Smith hält seinen Sohn gar noch für talentierter als sich selbst. „Es hat ungefähr zehn Tage gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass er besser ist als ich“, sagte er. „Es ist eine schwierige Erfahrung, wenn man mit seinen Kindern arbeitet.“ Der Junge habe ein unglaubliches Talent. Vor Drehbeginn habe er gemeinsam mit seiner Frau, die auch Schauspielerin ist, lange überlegt, ob es gut sei, dass ihr Sohn in dem Film mitwirke. Schließlich seien sie aber von der Leistung ihres Sprösslings begeistert gewesen. „Ich war ganz verzückt, dass er auf einem so hohen Niveau spielen konnte.“
Am Anfang sei es für ihn als Vater schwer gewesen, sich an die Zusammenarbeit mit seinem Sohn zu gewöhnen. Ständig habe er ihm Vorschriften machen wollen. Seine Frau und der Regisseur Gabriele Muccino hätten ihn jedoch immer wieder davon abgehalten. Dass sein Sohn in seine Fußstapfen trete, sei für ihn kein Problem. Im Gegenteil: „Meine Frau und ich kennen uns in der Filmbranche aus“, sagte Smith. Daher könnten sie ihm bessere Unterstützung geben, als wenn Jaden Footballspieler oder Atomphysiker werden würde.
Der Film „Das Streben nach Glück“ basiert auf einer wahren Begebenheit. Erzählt wird die Geschichte von Chris Gardner, einem allein erziehenden Vater aus San Francisco, der sich trotz vieler Schwierigkeiten nach oben kämpft. Anfang der 80er Jahre hat er finanzielle Probleme, wird deshalb von seiner Frau verlassen und verliert seine Wohnung. Während er mit seinem Sohn in ein Obdachlosenheim ziehen muss, versucht er mit einem Praktikum wieder auf die Beine zu kommen.
Die Geschichte von Gardner habe ihn persönlich sehr berührt, sagte Smith. „Ich habe die Welt schon ein paar Mal gerettet“, witzelte der Schauspieler. „Aber dies ist die größte Heldenrolle, die ich jemals gespielt habe.“ Die Geschichte habe ihn gelehrt, dass man alles erreichen könne, wenn man es wirklich wolle. „Kino ist ein wunderbares Werkzeug“, sagte Smith. „Es kann einem den richtigen Weg zeigen.“
Gardner selbst zeigte sich mit dem Film über sein Leben zufrieden. Durch die Produktion, die in den USA bereits läuft, habe er viel zurückbekommen. Viele Menschen seien von seinem Beispiel motiviert worden, nicht aufzugeben. Dies mache ihn glücklich.
http://www.streben-nach-glueck.de/
(AP)
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