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Temperaturen um den Gefrierpunkt Wintereinbruch sorgt für Massenkarambolagen

DAPD

13.10.2009

Der ADAC riet Autofahrern, bei Fahrten in Bergregionen an Winterreifen zu denken. Für höher gelegene Bergstraßen und Pässe solle man zudem Schneeketten mitnehmen.  (AP Photo/Eckehardt Schulz)
Der ADAC riet Autofahrern, bei Fahrten in Bergregionen an Winterreifen zu denken. Für höher gelegene Bergstraßen und Pässe solle man zudem Schneeketten mitnehmen. (AP Photo/Eckehardt Schulz)

Frankfurt/Main – Knapp eine Woche nach dem 30,9-Grad-Hitzerekord für Oktober hat am Dienstag der Winter Einzug in Deutschland gehalten. Auf dem Feldberg im Schwarzwald gab es laut Wetterwarte eine dünne geschlossene Schneedecke. Auch im Thüringer Wald freuten sich Kinder über den ersten, noch sehr spärlichen Schnee. Weniger Freude kam bei Autofahrern auf: Auf der Küstenroute A 20 im westlichen Mecklenburg-Vorpommern sorgten Schnee und Straßenglätte am Morgen für Massenkarambolagen.

Etwa zwei Dutzend Fahrzeuge waren bei plötzlich einsetzendem Schnee- und Graupelfall an zwei Karambolagen bei Bobitz nahe der Hafenstadt Wismar in beiden Fahrtrichtungen beteiligt, wie die Polizei in Schwerin mitteilte. In Fahrtrichtung Lübeck waren den Angaben zufolge 18 Autos in die Unfallserie verwickelt, in der Gegenrichtung nach Rostock waren fünf Fahrzeuge betroffen. Die Polizei sprach zunächst von lediglich zwei leicht verletzten Personen. Ansonsten sei es bei Blechschäden geblieben.

Die Autobahn 20 in Fahrtrichtung Lübeck blieb im Unfallbereich zunächst voll gesperrt, während in der Gegenrichtung nach Rostock der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet wurde. Die Polizei appellierte an die Autofahrer, umsichtig zu fahren, da auch in den nächsten Tagen Temperaturen um den Gefrierpunkt zu erwarten seien.

ADAC rät zu Winterreifen in Bergregionen

Der ADAC riet Autofahrern, bei Fahrten in Bergregionen an Winterreifen zu denken. Für höher gelegene Bergstraßen und Pässe solle man zudem Schneeketten mitnehmen. In den Alpen sei die Situation besonders angespannt. In Österreich gehe es teilweise nur noch mit Schneeketten voran. Hier seien die Silvretta-Hochalpenstraße, das Timmelsjoch und der Sölkpass vorübergehend gesperrt. Auch in der Schweiz gebe es in einigen Kantonen schneebedeckte Straßen. Die Pässe Flüela, Furka, Grimsel, Klausen, Lukmanier, Nufenen, Oberalp, San Bernardinopass, Gotthardpass, Splügen und Susten seien gesperrt.

In Italien und Frankreich gebe es bisher noch keine größeren Störungen, erklärte der ADAC. Es könne aber auch dort in den nächsten Tagen schneien.

Laut Deutschem Wetterdienst strömt in den kommenden Tagen massiv Kaltluft aus arktischen Regionen nach Deutschland. Dabei soll es vor allem im Osten und Südosten wechselhaft und nass werden, wobei es bis in tiefste Lagen schneien kann. Nach Norden und Westen soll es bis Donnerstag deutlich freundlicher sein und weitgehend trocken bleiben. Die Temperaturen sollen dabei je nach Lage nur noch zwischen 0 und 10 Grad liegen, nachts können sie sogar auf minus 4 Grad und tiefer sinken.

Am Freitag soll sich dann von Nordwesten aus Regen über weite Teile des Landes ausbreiten, nur im äußersten Südwesten soll es noch etwas freundlicher bleiben. Am Samstag bleibt es dann laut DWD außer im Süden und Osten voraussichtliche sonnig und trocken. Im östlichen Bergland und an den Alpen soll es noch bis zum Montag frühwinterlich bleiben. (AP)

 

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