Erneuter Kursrutsch in den USA schürt weitere Unruhe an den Finanzmärkten

Der erneute Kursrutsch an der Wall Street in den USA hat auch die asiatischen Börsen erneut mit sich gerissen. In Tokio lag der Leitindex Nikkei zum Börsenschluss gut 2,3 Prozent im Minus.

Der erneute Kursrutsch an der Wall Street in den USA hat weitere Unruhe an den Finanzmärkten geschürt. Die asiatischen Börsen in Tokio, Hongkong und Shanghai schlossen am Freitag deutlich im Minus. Auch an den großen europäischen Börsen in London, Frankfurt am Main und Paris herrschte Nervosität.

Bis zum Freitagmittag gaben die Kurse in Frankfurt um knapp 0,4 Prozent nach, in Paris um knapp 0,6 Prozent und in London um fast 1,5 Prozent. Damit hätten die europäischen Titel dem Abwärtstrend „relativ gut“ widerstanden, sagte Analyst David Madden von CMC Market. Gleichwohl seien die Investoren „außergewöhnlich nervös“.

In Asien rutschten die Kurse deutlich tiefer ins Minus. In Tokio lag der Leitindex Nikkei am Freitag zum Börsenschluss gut 2,3 Prozent im Minus, zwischenzeitlich hatte er 3,5 Prozent nachgegeben. In Shanghai schloss die Börse am Freitag gar über vier Prozent im Minus.

Der US-Leitindex Dow Jones hatte zuvor seine zweite Talfahrt in dieser Woche hingelegt und am Donnerstag bei einem Minus von 4,16 Prozent geschlossen. Auch die Indizes Nasdaq und S&P-500 verloren an Wert. Am Montag war der Dow Jones 4,6 Prozent abgestürzt. Das hatte auch die europäischen Börsen auf Talfahrt geschickt.

Die derzeitige „extreme Volatilität“ biete dem Kurzfristhandel an den Börsen gewaltige Möglichkeiten, berge zugleich aber Risiken, sagte Finanzexpertin Rebecca O’Keeffe vom Handelshaus Interactive Investor. Langfristige Investoren müssten sich deshalb in den kommenden Wochen auf eine „emotionale Achterbahnfahrt“ einstellen.

Einer der Hauptgründe für die Nervosität an den US-Finanzmärkten ist paradoxerweise die gute Lage der dortigen Wirtschaft. Die im jüngsten US-Arbeitsmarktbericht registrierten robusten Lohnzuwächse könnten die derzeit niedrige US-Inflation nach oben treiben.

Dies wiederum könnte die US-Notenbank dazu veranlassen, stärker als bislang geplant an der Zinsschraube zu drehen, um den Preisanstieg unter Kontrolle zu halten. Zur Kehrseite höherer Zinsen gehört, dass sie Darlehen in der Regel verteuern und damit die Investitionsbereitschaft von Unternehmen senken. (afp)

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