Ökonom Rogoff rechnet mit staatlichen Cyberwährungen

Ein Harvard-Ökonom hält es nur für eine Frage der Zeit, dass Zentralbanken eigene digitale Währungen in Umlauf bringen. Doch für Bitcoin sieht er keine Zukunft.

Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff hält es nur für eine Frage der Zeit, dass Zentralbanken eigene digitale Währungen in Umlauf bringen.

„Staatliches digitales Geld wird kommen“, sagte Rogoff dem „Spiegel“. Er sei überzeugt, „dass die Bürger in Europa binnen fünf oder zehn Jahren die Möglichkeit bekommen, Konten über kleinere Beträge einer Digitalwährung bei der EZB zu halten“.

Er gehe davon aus, dass China in der Einführung einer staatlichen Cyberwährung eine Chance sehe, den Dollar als Weltreservewährung abzulösen. „Das würde das globale Machtgefüge verschieben“, so Rogoff.

Deshalb prüfe auch die Fed mögliche Wege zum digitalen Dollar. Dem Bitcoin und anderen privaten und anonymen Kryptowährungen räumt Rogoff dagegen keine Zukunft ein: „Wenn die libertären Prediger der Bitcoin-Community glauben, sie könnten mit einer Kryptowährung die staatliche Hoheit über das Geldwesen umgehen, dann irren sie.“

Regierungen setzten die Regeln, und sie würden die Kontrolle über Zahlungsmittel und Geldpolitik nicht aus der Hand geben. Die Notenbanken sollten gemeinsame Regeln für den Gebrauch von Kryptowährungen aufstellen. (dts)

Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser,
NEU: Unsere Kommentarfunktion bleibt wieder rund um die Uhr geöffnet.
WIE BISHER: Alle Kommentare durchlaufen eine Moderation.
ABER: nur von 9 - 12 Uhr, von 15 - 18 Uhr und von 20 - 22 Uhr
ist sie mit einem Moderator besetzt und nur dann werden Ihre Kommentare freigeschaltet - so viele wie möglich. Ihre Kommentare sind uns willkommen, bitte lesen Sie vorher die Netiquette HIER.

Ihre Epoch Times-Redaktion