Allianz will mehr experimentieren – Minimalprodukte anbieten, Kundenfeedback zur Entwicklung nutzen

Künftig sollen bei der Allianz "minimal funktionstüchtige" Produkte auf den Markt gebracht werden, um die Entwicklungszeit zu verkürzen. Das Kundenfeedback soll anschließend Ausgangspunkt einer Weiterentwicklung sein.

Die Allianz sieht in Zukunft eine deutlich höhere Geschwindigkeit im Endkundengeschäft als wichtigste Voraussetzung für den Erfolg: „Wir experimentieren, wie auch unsere Kunden experimentieren“, umschreibt Ruedi Kubat im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ die Digitalisierungsstrategie des Hauses.

Der Schweizer ist seit Anfang 2016 für das IT-Ressort der mächtigen deutschen Tochter zuständig. Im Zeitalter fortschreitender Digitalisierung schwanken die Verbraucher seiner Ansicht nach sehr stark in ihren Wünschen und Bedürfnissen.

So müsse auch der Versicherer Produkte und Features früher an den Markt bringen, selbst wenn sie noch nicht perfekt sein sollten.

Vorbild ist für ihn dabei der Ansatz der Minimum Viable Products (MVP), also des minimal funktionstüchtigen Produktes. Eine Lösung hat demnach lediglich die einfachsten Funktionalitäten, um von Kunden genutzt werden zu können.

Dann wird das Kundenfeedback genutzt, um das Produkt weiterzuentwickeln. „Die Zeiten der großen digitalen Lösungen mit drei Jahren Entwicklungszeit sind vorbei“, ist sich Kubat sicher. (dts)