Bundeswehr: Zahl der sexuellen Belästigungen steigt

234 Fälle von sexueller Belästigung wurden im Jahr 2017 bei der Bundeswehr gemeldet - 80 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei der Bundeswehr sind im vergangenen Jahr einem Bericht zufolge 234 Sexualstraftaten gemeldet worden. Das bedeute im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von mehr als 80 Prozent, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Samstag berichteten.

Darunter seien auch 14 Fälle von Vergewaltigung oder versuchter Vergewaltigung, fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Im Jahr 2016 habe es insgesamt 128 Erstmeldungen von Sexualstraftaten gegeben.

Gegenüber den Funke-Zeitungen erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums den Anstieg der Zahlen auch damit, dass sich die Sensibilität erhöht habe, Verdachtsfälle vermehrt und früher gemeldet und Altfälle neu aufgerollt würden.

Die Erstmeldungen würden die gesamte Bandbreite von Belästigungen betreffen: „Von einem Zuwerfen eines Kusses, dem Berühren einer Schulter oder eines bekleideten Oberschenkels bis hin zu Vergewaltigung“, wurde der Sprecher zitiert. (afp)

Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser,
NEU: Unsere Kommentarfunktion bleibt wieder rund um die Uhr geöffnet.
WIE BISHER: Alle Kommentare durchlaufen eine Moderation.
ABER: nur von 9 - 12 Uhr, von 15 - 18 Uhr und von 20 - 22 Uhr
ist sie mit einem Moderator besetzt und nur dann werden Ihre Kommentare freigeschaltet - so viele wie möglich. Ihre Kommentare sind uns willkommen, bitte lesen Sie vorher die Netiquette HIER.

Ihre Epoch Times-Redaktion