EU-Kommission hebt Wachstumsprognose an

Die Europäischen Kommission blickt positiv auf die bevorstehende Wirtschaftsentwicklung. Laut der Herbstprognose dürfte die Wirtschaft im Euroraum in diesem Jahr mit einem realen BIP-Zuwachs von 2,2 Prozent ihr stärkstes Wachstum …

Die Europäischen Kommission blickt positiv auf die bevorstehende Wirtschaftsentwicklung. Laut der Herbstprognose dürfte die Wirtschaft im Euroraum in diesem Jahr mit einem realen BIP-Zuwachs von 2,2 Prozent ihr stärkstes Wachstum seit zehn Jahren verzeichnen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. Damit wird die Prognose vom Frühjahr (1,7 Prozent) übertroffen.

Auch in der EU insgesamt dürfte das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr mit 2,3 Prozent robuster ausfallen als im Frühjahr erwartet (1,9 Prozent). In der Herbstprognose geht die Europäische Kommission davon aus, dass die Wirtschaft in den Jahren 2018 und 2019 im Euroraum wie auch in der gesamten EU mit einer Rate von 2,1 Prozent bzw. 1,9 Prozent weiter wachsen wird. In der Frühjahrsprognose war für 2018 noch ein Zuwachs von 1,8 Prozent im Euroraum und 1,9 Prozent in der gesamten EU vorhergesagt worden. Laut Herbstprognose wird die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Euroraum in diesem Jahr voraussichtlich bei 9,1 Prozent liegen; das ist der niedrigste Stand seit 2009. Die Zahl der Beschäftigten dürfte unterdessen eine Rekordhöhe erreichen. In den kommenden zwei Jahren dürfte die Arbeitslosigkeit weiter auf 8,5 Prozent (2018) bzw. 7,9 Prozent (2019) zurückgehen. Für die EU insgesamt wird mit Arbeitslosenquoten von 7,8 Prozent in diesem Jahr, 7,3 Prozent im Jahr 2018 und 7,0 Prozent im Jahr 2019 gerechnet. Die Inflation dürfte sich in diesem Jahr im Euroraum bei durchschnittlich 1,5 Prozent einpendeln, 2018 auf 1,4 Prozent sinken und 2019 wieder auf 1,6 Prozent klettern. Die öffentlichen Finanzen im Euroraum dürften sich vor allem aufgrund des anziehenden Wachstums stärker verbessern als im Frühjahr erwartet. Der gesamtstaatliche Haushaltssaldo wird sich voraussichtlich in fast allen Mitgliedstaaten verbessern. Unter der Annahme einer unveränderten Politik dürfte das gesamtstaatliche Defizit im Euroraum in den kommenden Jahren immer weiter zurückgehen: von 1,1 Prozent des BIP im Jahr 2017 auf 0,9 Prozent im Jahr 2018 und 0,8 Prozent im Jahr 2019. Parallel dazu dürfte die Schuldenquote von 89,3 Prozent des BIP im Jahr 2017 auf 87,2 Prozent im Jahr 2018 und 85,2 Prozent im Jahr 2019 fallen. (dts)

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