Handwerkspräsident verlangt von Autoindustrie Hardware-Umrüstung

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), hat von Kommunen und Autobauern ein entschlosseneres Vorgehen gefordert, um 2018 Diesel-Fahrverbote zu vermeiden. Die Autoindustrie biete zum Beispiel viel …

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), hat von Kommunen und Autobauern ein entschlosseneres Vorgehen gefordert, um 2018 Diesel-Fahrverbote zu vermeiden. Die Autoindustrie biete zum Beispiel viel zu wenig für das Handwerk geeignete Fahrzeuge mit modernsten Diesel- oder alternativen Antrieben, sagte Wollseifer der „Heilbronner Stimme“ (Mittwochausgabe). Zudem verlangte er eine Hardware-Umrüstung für die Fahrzeugflotten der Handwerker.

Dass sich ausländische Hersteller weigerten, in den Mobilitätsfonds einzuzahlen, nannte er „inakzeptabel“. Die Umstiegsprämien sollten 2018 fortgesetzt und stärker auf Nutzfahrzeuge ausgedehnt werden. Einige Kommunen, so Wollseifer, „scheinen darauf zu warten, den gerichtlichen Freifahrtschein für den Erlass von Fahrverboten zu erhalten“. Im Fall von Fahrverboten fordert er umfassende Ausnahmeregelungen für das Handwerk. Zum Thema Hardware- und Softwareupdates sagte Wollseifer der Zeitung, dass diese nicht ausreichten. „Dass sowohl deutsche wie auch ausländische Hersteller die Diskussion und Vorbereitung von möglichen Hardwarenachrüstungen zum Einbau von NOx-Reduzierungseinrichtungen in Bestandsfahrzeugen weiterhin grundsätzlich ablehnen, ist kundenfeindlich und nicht hinnehmbar.“ Laut Wollseifer gehe es „viel zu langsam und zu sperrig bei möglichen Hardwarenachrüstungen voran“. Die deutschen Autohersteller, so der ZDH-Präsident, setzten die Beschlüsse des Dieselgipfels zu Softwareupdates zügig um. „Bei einem Großteil des einbezogenen Fuhrparks zahlreicher deutscher Euro 5 und einiger Euro 6 Dieselfahrzeuge dürfte das bald abgeschlossen sein. Das wird einen kleinen, aber spürbaren Beitrag zur Schadstoffsenkung leisten. Für inakzeptabel halten wir, dass sich die ausländlichen Hersteller gegen diese Maßnahmen sperren und auch nicht bereit sind, ihren finanziellen Beitrag zum Mobilitätsfonds zu leisten.“ (dts)

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