Patek-Philippe-Chef sieht Online-Shopping kritisch

Thierry Stern, Chef und Eigentümer der Genfer Luxusuhren-Manufaktur Patek Philippe, sieht das Thema Online-Shopping zumindest für seine Branche kritisch. „Es ist nützlich, aber es macht einen doch nicht glücklich. Und …

Thierry Stern, Chef und Eigentümer der Genfer Luxusuhren-Manufaktur Patek Philippe, sieht das Thema Online-Shopping zumindest für seine Branche kritisch. „Es ist nützlich, aber es macht einen doch nicht glücklich. Und was Kunden dann auch gern verdrängen: Online-Shopping zerstört Jobs“, sagte er dem „Handelsblatt Magazin“.

Die Zeiten seien volatil geworden. „Schauen Sie sich die Welt an. Unsere Kunden werden vorsichtiger“, so der Unternehmer. Auf die Frage, in welcher Verfassung der Uhrenmarkt aktuell sei, antwortete Stern: „Er erholt sich zusehends, auch wenn das Geschäft vielleicht nie mehr so boomen wird wie vor ein paar Jahren noch.“ Die neue Konkurrenz durch Apple sieht der Patek-Philippe-Chef durchaus positiv: „Die Amerikaner bringen junge Leute dazu, wieder eine Uhr am Handgelenk zu tragen, was ja jahrelang als verpönt galt. Insofern lernt eine ganze Generation gerade unsere Arbeit neu kennen. Und der eine oder die andere wird irgendwann sicher auch die Besonderheiten einer mechanischen Uhr schätzen lernen.“ Probleme würde Apple indes jenen Marken bereiten, deren Preise „bei 1.000 Euro beginnen, aber natürlich lange nicht das können, was eine Apple Watch kann. Also versuchen es viele der traditionellen Hersteller jetzt ebenfalls mit Smartwatches“. Sterns nüchternes Fazit: „Denen kann ich gegen Konkurrenten wie Google, Apple und andere dann nur viel Glück wünschen.“ (dts)

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