Änderung beim PayPal-Käuferschutz: Darauf sollten Kunden achten!

Der Online-Bezahldienst PayPal hat seine AGBs geändert und eine Kulanz-Regelung abgeschafft die viele Kunden betrifft. Vor allem Nutzer von Online-Glücksspielen und Crowdfunding sind betroffen.

Das Kleingedruckte hat es in sich: Seit dem 19. November gelten die erneuerten Nutzungsbedingungen des weit verbreiteten Online-Bezahldienstes PayPal. Diese betreffen vor allem auch den sogenannten PayPal Käuferschutz: Seit 19. November 2016 werden unter anderem Glücksspielangebote sowie Crowdfunding nicht mehr durch den PayPal-Käuferschutz des bekannten Zahlungsdienstleisters abgedeckt. Für Kunden ist dies insofern brisant, da man die geänderten Regelungen durch die Nutzung des Dienstes automatisch akzeptiert.

PayPal an sich ist ein börsennotierter Betreiber eines Online-Bezahlsystems, das zur Begleichung von Mittel- und Kleinbeträgen zum Beispiel beim Ein- und Verkauf im Online-Handel genutzt werden kann. Laut eigenen Angaben hat PayPal mehr als 192 Millionen aktive Nutzer in über 200 Märkten. Für die Kunden besteht weltweit die Möglichkeit zu Zahlungen in über 100 Währungen (Stand: November 2016). Der Sitz des Unternehmens ist San José, die europäische Zentrale des Unternehmens hat ihren Sitz in Luxemburg.

Zum genauen Hintergrund der Änderungen hat sich PayPal nicht geäußert, was für Spekulationen sorgt. Von offizieller Seite heißt es, dass viele Aktualisierungen rechtliche Gründe haben und auf spezifischen Fällen basieren, „die in der Vergangenheit Konfliktursache waren oder es in Zukunft werden könnten“.

Speziell Neuerungen im Angebotssbild und Käuferschutz

So steht in den Nutzungsbedingungen von PayPal neuerdings unter Ziffer 4.4 „Keine abwertende Darstellung von PayPal als Zahlungsmethode“ folgendes:

„Wenn Sie PayPal als Zahlungsmethode anbieten, dürfen Sie die PayPal-Services gegenüber Ihren Kunden oder in anderen Veröffentlichungen nicht fehlerhaft darstellen oder in Misskredit bringen.

Bei der Darstellung der PayPal-Services in Ihrem Online-Shop verpflichten Sie sich,

  1. den Kunden Ihres Online-Shop nicht von der Verwendung der PayPal-Services als Zahlungsmethode abzuraten oder eine solche Verwendung zu verhindern und
  2. die Marken- und Warenzeichen von PayPal mindestens gleichwertig zu anderen im Online-Shop angebotenen Zahlungsmethoden zu präsentieren.

PayPal rät grundsätzlich davon ab, ein Zahlungsmittelentgelt für die Nutzung der PayPal-Dienste als Zahlungsmethode („Surcharging“) zu erheben. Sofern Sie Surcharging berechnen, dürfen Sie das nur im rechtlich zulässigen Rahmen tun und der Betrag des Surcharging für die Nutzung der PayPal-Services darf das Surcharging, das Sie für andere Zahlungsmethoden berechnen, nicht übersteigen. Sie müssen Ihre Kunden selbst über das Surcharging informieren, da dies anderenfalls (straf-)rechtliche Konsequenzen haben könnte.“

Im Klartext gesprochen heißt das, dass PayPal auf der Webseite als Zahlungsmethode angeboten werden MUSS, solange der Betreiber ein entsprechendes PayPal-Konto führt und darüber den Zahlungsverkehr direkt abwickeln könnte. Weiterhin steht in Punkt 4.4.2, dass, wenn z.B. die „Bezahlung auf Rechnung“ oder „Sofortüberweisung“ auf einer Website mit einem Bild versehen ist, auch der PayPal-Button mit einer entsprechenden Grafik visualisiert werden muss. Eine weitere Änderung ist die abschließende Formulierung unter Punkt 4.4 der Nutzungsbedingungen. Darin steht, dass Händler dazu aufgefordert werden, Dienste durch PayPal nicht zusätzlich zu den tatsächlich entstehenden Kosten zu verteuern, um so den Kunden von der Nutzung von PayPal abzuschrecken. Auch die Aufpreise zur Nutzung müssen direkt ausgewiesen werden, fordert die AGB.

Durch die Nutzung von PayPal stimmen die Anbieter automatisch den neuen Regelungen zu. Und so verpflichten sich Händler, und auch die mittlwerweile nicht mehr im Käuferschutz inbegriffenen Online-Casino-Betreiber im Allgemeinen, PayPal mit anderen Zahlungsmethoden gleichwertig anzubieten und anzuzeigen. Denn die  Kunden sollen in ihrer Wahl der Zahlungsart nicht beeinträchtigt oder behindert werden.

Besondere Nennung von Glücksspielaktivitäten in den neuen AGBs

Speziell in den neuen Bestimmungen zur Nutzung von PayPal-Diensten aufgeführt und in sowohl in der Käuferschutzrichtlinie und in der Nutzungsrichtlinie explizit ausgeschlossen sind die Online-Casinos. Warum eigentlich? Vielleicht weil Casinos einen schlechten Ruf haben und besonders „risikoreich“ in den Augen von PayPal sind?

Dabei unterliegen, besonders in Deutschland, jegliche Glücksspiele strengen Auflagen. Trotz, oder gerade wegen, dieser Regelungen ist der Umsatz der Branche in Deutschland nicht zu vernachlässigen. Der Umsatz beträgt etwa 5 Milliarden Euro pro Jahr, dabei stammen fast 95 % dieservon privaten Anbietern. Lediglich 200 Millionen Euro werden von staatlich anerkannten Glückspielanbietern mit nationalem Sitz erwirtschaftet.

Deshalb sind Online-Casinos so beliebt

Online-Casinos haben viele praktische Vorteile: Nicht jeder wohnt in direkter Nachbarschaft zu einem Casino und Online lässt es sich per Smartphone-App in der Mittagspause oder nebenher mit dem Tablet zocken. Auch Anzug und Krawatte sind dabei nicht nötig.
Ein Pluspunkt bei Online Casinos: Man muss keinen Eintrittspreis entrichten und kann manche Spiele sogar risikolos Probe spielen, bevor man sich für einen Einsatz entscheidet. Viele traditionelle Casinos verlangen nämlich einen Eintrittspreis, ehe der erste Stein am Spieltisch gesetzt ist. Auch fallen – abhängig von der Spielbank – meist höhere Mindesteinsätze als im Netz an. So muss man ins „echte“ Roulette zwischen einem und bis zu 20 Euro investieren. Bei Blackjack und Poker sind Mindesteinsätze zwischen 5 und 20 Euro üblich. All das ist im Internet viel flexibler und günstiger. Und falls man den Jackpot knackt, muss man nicht Abends damit allein und in Bargeldform über einen dunklen Parkplatz laufen.

Wie finde ich seriöse Anbieter?

Das seriöse Online Casino zu finden, ist heutzutage sehr einfach: Die Fülle an lizensierten Online-Casinos hat einen ganzen Markt für Online-Casinoplattformen geschaffen. Einer dieser Anbieter ist zum Beispiel Spielcasinos.de. Hier erfährt man alles darüber, was ein seriöses Online Casino ausmacht, Spielregeln und Tipps, wie man das beste Online Casino für die eigenen Bedürfnisse findet. Auch werden offene Fragen im Bezug auf Spielautomaten, Bonusse und Casinospiele bis hin zu der Geschichte des Glücksspiels geklärt.

Die Casino-Plattformen fungieren also als eine Mischung aus Vermittler und Ratgeber. Offiziell reguliert werden Online Casinos in Deutschland in Schleswig Holstein. Dort wurden in den vergangenen Jahren insgesamt fast 50 Genehmigungen erteilt.
Interessant ist auch, dass seriöse Online Casinos mit Lizenz sogar noch strikteren Regeln und Vorschriften unterliegen, als traditionelle Glücksspieleinrichtungen. Unter anderem sind Online Casinos dazu verpflichtet, potenziell problematische Spieler zu identifizieren und zu schützen.

Zusätzlich gibt es Casinos die sich besonders dem Käuferschutz verschrieben haben und als solche sich auch von den neuen PayPal-Nutzungbedingungen nicht aufhalten lassen: Diese „PayPal-Casinos“ greifen gerne auf den Zahlungsdienst zurück der sich gerade im Bereich der Klein- und mittleren Beträge hat sich als bewährte Zahlungsmethode erwiesen hat. Auch geht es im Netz nicht allein um den Gewinn: Dass die Auswahl an Casinospielen online viel größer ist, als in klassischen Casinos, bedeutet mehr Abwechslung und Spaß. Denn auch Wissen und Strategie sind sehr gefragt, wie beispielsweise beim Poker, wo keineswegs nur der Zufall darüber entscheidet, wer gewinnt. (ts)