Verbraucherschützer warnen vor Datenmissbrauch bei WLAN-Routertausch

Verbraucher sollten beim WLAN-Routertausch die eigenen Daten löschen, rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Sonst könne es etwa passieren, dass jemand anders auf die eigenen Kosten telefoniere.

Anlässlich des bevorstehenden Safer Internet Day hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz das Löschen der eigenen Daten beim WLAN-Routertausch angemahnt. „Selbst wenn der Router entsorgt wird, sollten die Daten gelöscht werden“, erklärte Verbraucherschützer Michael Gundall am Montag. Sonst könne es etwa passieren, dass jemand anders auf die eigenen Kosten telefoniere, nachdem das eigene Gerät für ein neueres oder leistungsstärkeres ausgetauscht wurde.

„Genau wie jeder eine alte Kredit- oder EC-Karte vor der Entsorgung zerstört, sollten auch die Daten des Routers vernichtet werden“, warnte Gundall. Neben den Zugangsdaten für den Internetanschluss seien heute schließlich auch fast immer die Zugangsdaten für das Festnetztelefon abgespeichert. Bei einem Fall der Verbraucherzentrale Mainz seien einem Verbraucher Kosten von mehreren hundert Euro entstanden, weil sein Router vom Recyclinghof entwendet worden sei.

Auch wenn der Router im Internet verkauft wird, sollte das Gerät demnach auf Werkseinstellung zurückgesetzt werden. Die Verbraucherschützer wiesen darauf hin, dass sich in der Bedienungsanleitung und im Internet Hinweise dazu finden würden, wie das Zurücksetzen funktioniert.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Samstag anlässlich des bevorstehenden Safer Internet Day zum Schutz der persönlichen Daten aufgerufen. „Es geht letztlich um die Souveränität jedes einzelnen Menschen“, sagte sie in ihrem wöchentlichen Video-Podcast.

Der Safer Internet Day findet am Dienstag statt. Der von der Europäischen Union initiierte jährliche Aktionstag soll Menschen aller Altersgruppen dazu bewegen, der Sicherheit im Internet mehr Aufmerksamkeit zu schenken. (afp)

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