ZEW will „harten Hund“ als Bundesfinanzminister

"Auf keinen Fall sollte jemand Finanzminister werden, der von vornherein Kompromisse will. Das würde teuer für Deutschland."

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim schaltet sich in die Koalitionsgespräche in Berlin ein und fordert die nächste Bundesregierung auf, den Posten des Bundesfinanzministers mit einem Hardliner zu besetzen: „Angela Merkel wäre klug beraten, den Posten des Finanzministers mit einem harten Hund zu besetzen, der eher extreme Positionen vertritt – beispielsweise neue Geldtöpfe für die EU ausschließt“, sagte der Chef der Abteilung Öffentliche Finanzen, Friedrich Heinemann, dem „Focus“. „Auf keinen Fall sollte jemand Finanzminister werden, der von vornherein Kompromisse will. Das würde teuer für Deutschland.“

Ein Hardliner würde die Verhandlungsposition der neuen Bundesregierung gegenüber Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und anderen EU-Staaten stärken, so Heinemann. „Frankreich und die Euro-Südländer wollen mehr Umverteilung in Europa“, sagte er: „Dagegen muss sich die neue Bundesregierung wehren.“ (dts)

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