Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft
11.09.2012
Foto: dapd/Mario Vedder
Berlin – Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossenen Anleihekäufe angeschlagener Euroländer dürfen aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums nur eine Ausnahme in der Krise sein. "Anleihekäufe am Sekundärmarkt, wie sie die EZB jetzt angekündigt hat, können allenfalls vorübergehend und bei krisenhafter Zuspitzung helfen, die Geldversorgung der Wirtschaft sicherzustellen", schrieben die Experten des Ministeriums in einem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Bericht zur Wirtschaftslage Deutschlands. Käufe von Staatsanleihen könnten Strukturreformen und realwirtschaftliche Anpassung aber nicht ersetzen.
"Dauerhafte Zinssubventionen für einzelne Länder würden Fehlanreize geben und sind nicht akzeptabel", erklärten die Ökonomen. Daher sei es zu begrüßen, dass die EZB die Anleihekäufe an Konditionen knüpfen wolle. Für eine mögliche Unterstützung müssten die begünstigten Länder dann auch ihre strukturellen Probleme angehen.
dapd
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