65 Medienschaffende in 2017 getötet – 326 sitzen in Haft

"Reporter ohne Grenzen" meldet, dass Ende 2017 mindestens 65 Journalisten getötet wurden und 326 in Haft sitzen. In China, der Türkei, Syrien, dem Iran und in Vietnam sitzen die meisten Reporter in Haft.

Im zu Ende gehenden Jahr 2017 sind weltweit mindestens 65 Journalisten und andere Medienmitarbeiter in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden – mindestens 326 sitzen weltweit in Haft.

Das geht aus Zahlen der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) hervor, die am Dienstag in einer Jahresbilanz vorgestellt werden.

Fast die Hälfte der Getöteten sei außerhalb von Regionen mit bewaffneten Konflikten ums Leben gekommen, am gefährlichsten war aber erneut die Arbeit in Syrien, wo zwölf Medienschaffende ums Leben kamen.

Elf starben in Mexiko, neun in Afghanistan, acht im Irak und vier auf den Philippinen. In Mexiko oder auf den Philippinen würden Journalisten ermordet, weil sie über Tabu-Themen wie politische Korruption oder das organisierte Verbrechen berichteten, so ROG.

39 der im Jahr 2017 getöteten Medienschaffenden wurden wegen ihrer journalistischen Tätigkeit gezielt ermordet, hieß es, die übrigen 26, weil sie in Beschuss oder einen Bombenangriff gerieten. Zehn der Getöteten und damit doppelt so viele wie im Vorjahr waren Frauen.

Knapp die Hälfte der weltweit in Haft befindlichen Journalisten sitzt in nur fünf Ländern im Gefängnis: in China, der Türkei, in Syrien, dem Iran und in Vietnam. (dts)