Astrophysiker: Warp Antrieb von Star Trek bald Realität

Den Impulsantrieb haben wir schon einmal, jetzt ist der Warp-Antrieb nicht mehr fern. Der Nachbau eines vergessenen Patentes durch einen Professor der TU Dresden soll funktionieren.

Bald haben wir ihn, den Warp-Anrieb. Wie bei Star Trek könnte man schneller Reisen, als das Licht. Dies jedenfalls behauptet der Astrophysiker Geraint Lewis von der Universität von Sydney. 

Die Euphorie des Astrophysikers bezieht sich aber nicht direkt auf den Warp-Antrieb, sondern auf den kleineren Impulsantrieb von Star Trek. Konkret geht es um den Nachbau eines elektromagnetischen Antriebs – ein 15-jähriges britisches Patent, das durch Martin Tajma, einen Professor der TU Dresden, zum Laufen gebracht wurde.
Dieser Antrieb ist aber schon unglaublich schnell. Damit ist es bereits möglich in 4 Stunden bis zum Mond zu fliegen. Mit Raketentechnik braucht man noch 3 Tage.
Wissenschaftler glauben nun, der noch schnellere Warp Antrieb sei ebenfalls bereits in greifbare Nähe gerückt.
„Wir haben Einsteins Theorie nur angekratzt, selbst 100 Jahre nach ihrer Veröffentlichung, sagte Lewis gegenüber ABC News.
Konventionelle Raketentechnik kommt für die Erschließung des Weltalls nicht in Frage. Denn sie gehorcht den Gesetzen unseres Raumes. Ihre Formulierung gelang Einstein in der Speziellen Relativitätstheorie.
Demnach können Objekte sich nicht schneller als mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Aber selbst mit Lichtgeschwindigkeit dauert eine Reise zur nächsten Sonne, Alpha Centauri, 4,3 Jahre – mit der aktuellen Raketentechnik sogar mehrere 10.000 Jahre.
Die Erfindung des britischen Ingenieurs Robert Shawyer generiert Schub unter Nutzung multipler Mikrowellen. Er entwickelte diese Technik vor 15 Jahren. Sie könnte die Reise zu Alpha Centauri zumindest auf 100 Jahre verkürzen.
Tajma präsentierte den funktionierenden Nachbau dieses Antriebs auf dem American Institute for Aeronautics and Astronautics‘ Propulsion and Energy Forum.
„Mit diesem Antrieb kann Schub erzeugt werden. Das bestätigen unsere unabhängigen Studien.“
„Wir studierten die thermalen und elektromagnetischen Interferenzen im Detail. Danach erhielten wir den theoretisch erwarteten Schub.“
Dieser Antrieb arbeitet mit Solarenergie und erzeugt „multiple Mikrowellen, die sich (eingeschlossen in einer Kammer) bewegen".
Es wird also nicht klar gesagt, wie der Antrieb funktioniert, jedenfalls scheint er auf Geschwindigkeiten unter Lichtgeschwindigkeit beschränkt zu sein – dieser Einschränkung unterliegt der Warp-Antrieb nicht.
Der Warp-Antrieb
Ein Antrieb, der die Gesetze dieses Raumes umgehen will, muss die Struktur des Raumes beeinflussen, in dem sich das Fluggerät bewegt. Solche Bedingungen beschreibt die Allgemeine Relativitätstheorie von Einstein.
Ein Warp-Antrieb komprimiert den Raum in Richtung Ziel vor der Flugmaschine und streckt ihn dahinter durch ein starkes gerichtetes elektromagnetisches Feld, was einer Ortsänderung ohne Bewegung entspricht. Es gibt keine Beschleunigung und die Trägheit des Flugobjekts spielt auch keine Rolle!
Das ermöglicht theoretisch auch das Fliegen von Zickzackmanövern, ohne dass der Pilot durchgeschüttelt wird (also ohne Trägheitseffekte)! Eine Fehlfunktion (oder gar ein Ausfall) des Systems unterwirft die Flugmaschine natürlich wieder den Gesetzen der Speziellen Relativistik mit allen Konsequenzen für Maschine und Piloten.
Es macht hier gewissermaßen keinen Sinn von "schneller als das Licht zu sprechen", da keine Bewegung stattfindet. Aber der Ortswechsel kann schneller erfolgen als der eines Lichtteilchens, da es auf eine Ausbreitung im Raum beschränkt ist.