Auf jedem Sandkorn aus dem Meer leben bis zu 100.000 Bakterien

Die Bakterien verarbeiten etwa Kohlenstoff und Stickstoff aus dem Meer oder aus dem Wasser von einmündenden Flüssen. Daher spielen sie eine wichtige Rolle im Ökosystem der Meere und der Erde insgesamt.

Auf jedem Sandkorn im Meer siedeln bis zu 100.000 Bakterien. Dies fanden Forscher des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen heraus, die nach eigenen Angaben vom Montag erstmals im Detail das Leben der Mikroorganismen auf einzelnen Körnern untersuchten. Die Bakterien besiedeln diese demnach nicht gleichmäßig, sondern ballen sich in winzigen Rissen und Kuhlen.

„Dort sind sie gut geschützt“, erklärte Max-Planck-Experte David Probandt. Die Vertiefungen böten Schutz vor gefräßigen Räubern und vor der Kollision mit anderen Sandkörnern, wenn diese im Wasser herumgewirbelt würden. Für ihre in der Fachzeitschrift „The ISME Journal“ veröffentlichte Untersuchung nutzten die Bremer Wissenschaftler Sandproben aus der Nordsee bei Helgoland.

Durch die massenhafte Präsenz von Bakterien seien sandige Küsten und Meeresböden riesige natürliche Filter, erklärten die Bremer Forscher. Auf den Körnern lebten verschiedene Arten, die etwa Kohlenstoff und Stickstoff aus dem Meer oder aus dem Wasser von einmündenden Flüssen verarbeiteten. Diese spielten daher eine wichtige Rolle im Ökosystem der Meere und der Erde insgesamt. (afp)

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