Studie: Bedeutung von Lehrern mit Migrationshintergrund wird überschätzt

Der Einfluss von Lehrern mit Migrationshintergrund auf Migrantenkinder wird offenbar überschätzt. Darauf weist eine bislang unveröffentlichte Untersuchung der Freien Universität Berlin hin, über welche die Wochenzeitung „Die Zeit“ in ihrer …

Der Einfluss von Lehrern mit Migrationshintergrund auf Migrantenkinder wird offenbar überschätzt. Darauf weist eine bislang unveröffentlichte Untersuchung der Freien Universität Berlin hin, über welche die Wochenzeitung „Die Zeit“ in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Für die Studie untersuchte der Bildungsforscher Martin Neugebauer die Lernleistung von Schülern mit Zuwanderungsgeschichte in Deutsch und Mathematik.

Dabei stellte sich heraus, dass es keinen Einfluss hat, ob die Schüler von Lehrern mit oder ohne Migrationshintergrund unterrichtet wurden. Diese Ergebnisse stehen im Kontrast zur Politik vieler Bundesländer, die sich bemühen, mehr Lehrer mit türkischen, russischen oder arabischen Wurzeln zu gewinnen. Man erhofft sich davon unter anderem, dass die Erfolgsgeschichte dieser Lehrer einen Vorbildcharakter hat und die Schüler motiviert. Diese Hoffnung konnte die Studie nicht bestätigen. „Die Befunde mahnen vor zu hohen Erwartungen, was die besonderen Kompetenzen und Ressourcen von Lehrkräften mit Migrationshintergrund betrifft“, heißt es in der Untersuchung. (dts)

Kommentieren

Werte Leserinnen und Leser!

Schon lange wollen wir das Diskussionsklima in der Kommentarfunktion verbessern und dabei unserer Maxime „Meinungsfreiheit für alle“ treu bleiben. Wegen personeller und finanzieller Engpässe war dies bisher nicht möglich.

Wir wenden uns deshalb mit der besonderen Bitte an Sie: Unterstützen Sie die Einrichtung unseres Moderators mit Ihrer Spende! Er wird sich um Trolle, Provokateure und strafrechtlich relevante Äußerungen kümmern.

Hier Spenden!

IBAN: DE21100700240525505400 BIC: DEUTDEDBBER, Verwendungszweck: Kommentar-Moderator