Kanada: Angeschwemmte Füße stellen die Behörden vor ein Rätsel.

Treibt ein Serienmörder hier sein Unwesen oder steckt doch eine mysteriöse Erscheinung dahinter? Immer wieder machen kanadische Behörden eine grausige und zugleich mysteriöse Entdeckung an der Küste des Pazifiks.

Wie CNN berichtet, wurde Anfang Dezember die Überreste eines menschlichen Unterschenkels an einem Strand in British Columbia angespült. Ein Mann ging mit seinem Hund an diesem Tag am Strand entlang spazieren, als er diese grausige Entdeckung machte. Nach ersten Untersuchungen wurden neben dem im Schuh steckenden Fuß auch noch Teile des Schien- und Wadenbeins gefunden.

Das Mysteriöse ist: Es ist bereits der 13. Fuß, der an die kanadische Küste angespült wurde. Wie Coroners Service berichtet stammen alle 13 Füße zweifelsfrei von Menschen. Laut Aussagen konnten bislang 8 von ihnen identifiziert werden. Sie stellten fest, dass diese Füße von insgesamt sechs Personen stammten.

Das Rätsel um die angeschwemmten Füße begann im Sommer 2007.

In diesem Jahre wurde das erste Mal innerhalb von nur 6 Tagen zwei rechte, menschliche Füße angeschwemmt. Ein Jahr später folgten fünf weitere Füße. Doch die Zahl nahm kein Ende, denn auch in den folgenden Jahren wurden noch weitere abgetrennte Füße an den kanadischen Pazifikstränden angespült, berichtete „The Guardian„.

Doch nicht nur die Behörden in Kanada rätseln. Weitere Menschenfüße wurden an der Küste des amerikanischen Pazifiks im Nordwesten der USA gefunden. Die Zahl der abgetrennten Füße wuchs auf eine Gesamtzahl von 17 an.

Eine fundierte Erklärung für diese Erscheinung gibt es bislang noch nicht.

Viele Anwohner vermuten, dass die abgetrennten Füße das Produkt eines Serienmörders oder vielleicht Opfer von Menschenhändler waren. Andere vertreten die Theorie, dass es sich um die Leichenteile von Passagieren eines vermissten Flugzeugs oder Schiffs handelt, das im Pazifischen Ozean verunglückte.

Oft wird auch ein möglicher Selbstmord oder ein Unfall in Betracht gezogen. Eine weitere Hypothese ist, dass die Füße von Menschen stammen, die 2004 dem katastrophalen Tsunami in Sumatra zum Opfer fielen.

Die Toten sollen keine Mordopfer gewesen sein …

Die Forensikerin Barb McLintock ist mit den meisten Fällen vertraut und glaubt nicht daran, dass es sich um Mordfälle handelt. Bei keinem, der von ihr untersuchten Füße, hat sie Hinweise darauf gefunden, dass sie gewaltsam von den Beinen abgetrennt wurden. Vielmehr hätten sich die Füße auf natürlichem Wege gelöst, aufgrund des voranschreitenden Verwesungsprozesses.

„Dieser Prozess verläuft im Wasser deutlich schneller als an Land. Und so könne das Gewicht der Schuhe irgendwann tatsächlich die Füße von den Beinen trennen“, berichtet sie. Trotzdem schließt dieses Argument einen Mordfall nicht endgültig aus.

Das Geheimnis dieses schaurigen Fundortes scheint geklärt.

Viele Menschen stellen sich dennoch die Frage, warum die grausigen Funde nicht schon vor 2007 auftraten und warum sie immer an diesen Ort gespült werden. Auf diese Fragen haben die Ermittler ebenso eine Erklärung.

Schuld an dem häufigen Auftreten solcher Fund seit 2007 soll die moderne Schuhtechnologie sein. Das leichte Schaummaterial oder die mit Luft befüllten Sohlen machen die Schuhe so leicht. Deshalb treiben sie an der Wasseroberfläche und können so schließlich ans Ufer gespült werden. Außerdem sei die Küste von British Columbia aufgrund des besonderen Gezeitenmusters so prädestiniert dafür, Treibgut anzuschwemmen.

Das menschliche Leichenteile an Küsten gespült werden, ist nichts Ungewöhnliches. Doch die Tatsache, dass es sich hierbei fast ausschließlich um die Füße handelt, macht den Fall so mysteriös. Zudem stecken die Füße meist in Sport- oder Wanderschuhen und stammen überwiegend von Männern.

Wenn Dir dieser Artikel gefällt, teile ihn mit Deinen Freunden und gib uns ein Like auf Facebook! So hilfst Du uns, noch mehr geniale Geschichten aus aller Welt aufzuspüren und mit Dir zu teilen.

Hast Du selbst etwas Geniales erlebt, oder ein geniales Thema, Bild oder Video, das wir posten sollen? Dann schick uns Deine Geschichte im Messenger.