Stonehenge: Welches Geheimnis bergen die „Kronjuwelen des Königs von Stonehenge“?

Der Steinkreis von Stonehenge ist eines der berühmtesten Sehnswürdigkeiten Englands und weltweit bekannt. Doch kaum einer kennt den Sensationsfund von 1808, der in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Steinkreis steht.

Die Rede ist von dem geheimnisvollen goldenen Raute-Artefakt. Das Goldobjekt wurde in dem Grab eines alten Häuptlings oder Priesters, in der Nähe des Steinkreises gefunden. Ist dies das Grab des „Königs von Stonehenge“? Und könnten seine Grabbeigaben eine astronomische Bedeutung haben, wie auch der Steinkreis selbst?

Die Entdeckung des Grabes

1808 fand ein britischer Archäologe namens William Cunnington einen reichen Schatz an Artefakten, die als Kronjuwelen des „Königs von Stonehenge“ bezeichnet wurden. Seit dem stellt sich die Frage, ob es möglich ist, dass es einen König gab, der mit den alten Steinen verbunden war?

Der Fund wurde an einem großen bronzezeitlichen Grabhügel 800 Meter von Stonehenge entfernt entdeckt. Heute ist die Grabstätte vor allem unter dem Namen „Bush Barrow“ bekannt. Das Begräbnis ist so nah am Steinkreis gelegen und Teil eines größeren Komplexes, dass es sich nicht um einen zufällig ausgewählten Ort handeln kann.

Cunnington schrieb an den Archäologen Sir Richard Colt Hoare: „Wir fanden das Skelett eines kräftigen und großen Mannes. Als wir uns der Brust des Skeletts näherten, fanden wir sofort auf dem Brustbein eine feine Goldplatte. Dieses Objekt in Form einer Raute wurde an einem dünnen Stück Holz befestigt, über dessen Ränder das Gold gewickelt wurde.“

Außerdem soll an seiner Taille ein großer, goldener Gürtelhaken gelegen haben. Dieser war mit feinen, eingeprägten Linien verziert. In unmittelbarer Nähe soll sich eine weitere, kleinere Rautenform befunden haben.

Die goldene Raute ist in dieser Zeit selten, wenn nicht sogar einzigartig

Der Fund ist in mehrfacher Hinsicht bedeutsam. Es ist bemerkenswert, dass so eine reiche Bestattung nicht von Raubgräbern aufgesucht und zerstört wurde. Zudem ist das Begräbnis 4000 Jahre alt (Bronzezeit) und zu dieser Zeit ist Gold sehr selten.

Zweitens ist die Dekoration auf dem Rautenobjekt, in dieser Zeit selten, wenn nicht sogar einzigartig. Es besteht aus eingeprägten Linien ein Muster, das auf Kenntnisse der Geometrie hinweist. Dies gilt für die Bronzezeit als fortschrittlich und sogar der Zeit voraus. David Dawson, Direktor des Wiltshire Museums, beschreibt die Handwerkskunst als „das Werk der Götter“.

Kunstobjekt oder hat es eine praktische Anwendung?

Auch wenn der Zweck der goldenen Raute ungelöst bleibt, gibt es dennoch Theorien zu seiner Funktion. Einige Wissenschaftler sind überzeugt, dass es sich um ein astronomisches Instrument handelte. Dieses Objekt stehe demzufolge unvermeidlich mit dem großen Steinkreis in Verbindung.

Der Astronom Gerald Hawkins entwickelte eine Theorie, dass Stonehenge selbst als riesiges astronomisches Gerät verwendet wurde, um die Sonnen- und Mondbewegungen sowie Finsternisse genau messen zu können.

Auch wenn es durchaus plausibel sein mag, bedeutet das nicht, dass es wirklich das ist, was die Raute darstellt. Möglicherweise wurden nur die Fähigkeiten eines außergewöhnlichen bronzezeitlichen Metallarbeiters genutzt. Vielleicht sollte er einfach nur ein schönes Prestigeobjekt für den „König von Stonehenge“ herstellen.

Quelle: Are there hidden depths to the golden lozenge of Stonehenge?

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