Passagierjet von Flugobjekt zu Ausweichmanöver gezwungen, Pilot sagt: „Zu hoch für eine Drohne“

Ein unbekanntes Objekt in 3.000 Meter Höhe hat den Pilot einer Dash-8 Turbo-Prop Maschine der Porter Airline zu einem steilen Sinkflug gezwungen um eine Kollision zu vermeiden.

Laut „Dailymail“ war der Pilot einer Linienmaschine vom Typ Dash-8 Turbo-Prop der Porter Airline gezwungen, sein Flugzeug in einen steilen Sinkflug zu versetzten, um eine Frontalkollision im Luftraum über Toronto zu vermeiden. In Folge des eingeleiteten Ausweichmanövers wurden zwei Flugbegleiter verletzt, alle anderen 56 Personen, einschließlich der Piloten blieben unverletzt.

Die Maschine war auf dem Weg von Ottawa nach Toronto, als kurz vor dem Landeanflug plötzlich ein mysteriöses Flugobjekt auftauchte. Später wurde berichtet, dass das Objekt ein Heißluftballon oder eine Drohne gewesen sein könnte. Luftfahrtexperten haben jedoch für beide Varianten Zweifel geäußert.

Eine Drohne auf 3.000 Meter?

Von offizieller Seite wurde der Zwischenfall einem UAV, einem unbemannten Luftfahrzeug, zugeschrieben. Der Pilot eines Frachtflugzeuges sagte dazu: „Eine Drohe auf 3.000 Meter. Ich glaube nicht …“. Ein anderer Pilot meinte, vor zwanzig Jahren hätte man etwas Unerwartetes als UFO bezeichnet, heute ist es ein Drohne. Aber auch er hatte Zweifel, was die Flughöhe des Objektes angeht.

Der Zwischenfall ereignete sich, als die Maschine zum Landeanflug auf Toronto ansetzte. Der „Aviation Herald“ berichtete, dass sich das Flugzeug mit 54 Passagieren und vier Crewmitgliedern im Landeanflug auf den Billy Bishop City Airport befand und auf etwa 3.000 Höhe auf das unbemannte Flugmanöver traf. Um eine Kollision zu vermeiden, leitete der Pilot einen steilen Sturzflug ein. Etwa elf Minuten später landete die Maschine ohne weitere Zwischenfälle sicher auf dem Zielflughafen.

Aufgrund des plötzlichen Abtauchens der Maschine wurde eine Flugbegleiterin in die Luft gehoben und stieß sich den Kopf an der Kabinendecke. Die zweite Flugbegleiterin wurde gegen die Wand der Küche geschleudert und verletzte sich beim Versuch, sich festzuhalten, an Schulter und Arm. Nach der sicheren Landung wurden beide in ein Krankenhaus gebracht, ihr Zustand war zu keinem Zeitpunkt kritisch.

Es gibt keinerlei Hinweise, dass das Flugzeug mit dem unbekannte Flugobjekt in der Luft kollidiert ist. Um sicher zu stellen, dass auch das plötzliche Ausweichmanöver keinen Schaden verursacht hat, wird die Maschine trotzdem überprüft.

„Es war definitiv kein Vogel“

Peter Rowntree, ein erfahrener Ermittler der kanadischen Behörde für Transportsicherheit, sagte, die Piloten waren nicht in der Lage das Objekt zu identifizieren. Er sagte dem „Toronto Star„, dass zu diesem Zeitpunkt niemand weiß was es war. Dafür passierte alles zu schnell.

Man arbeite an der Untersuchung des Vorfalls und versuche herauszufinden, was das unidentifizierte Flugobjekt war, so der Ermittler weiter. Niemand weiß „was den Piloten begegnet war. Es war definitiv kein Vogel. Es war ein ziemlich großes Objekt“.