Von Göttern auf Erden (Gallerie) (+Video)

Von der „Verlorenen Frau” zum „Betenden Mönch” zeigen viele Naturformationen verblüffende Ähnlichkeit zu menschlichen Körpern.

„Menschen hängen ihre Schilder auf, um auf ihre Berufe hinzuweisen; Schuster hängen gigantische Schuhe aus; Juweliere übergroße Uhren und die Zahnärzte einen goldenen Zahn; in den Bergen von New Hampshire hingegen hat Gott der Allmächtige ein Schild herausgehängt, um zu zeigen, dass Er dort Menschen erschafft.“  – Daniel Webster (1782–1852), amerikanischer Staatsmann

Die Menschen in der Antike glaubten, dass große Felsen, Berge oder bizarre Landschaftsreliefs Teil eines Kreislaufs sind, durch den Götter leben und genährt werden. In zahlreichen klassischen Werken, die durch Rückbesinnung auf die Antike entstanden sind, finden manche dieser Naturgötter Erwähnung, so wie etwa der Berggeist in Goethes Faust.

Nach alter chinesischer Tradition existieren die Götter des Himmels nicht vollständig in einer anderen Ebene der Realität, sondern sie hatten auch ihre materielle Entsprechung auf der Erde. Jedes Mal, wenn eine dieser Formationen in der Natur zerfiel, bedeutete es, dass ein Lebenszyklus für eine Gottheit zu Ende gegangen war.

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Abgesehen von den Mythen oder Wahrheiten vom Schicksal unseres Universums können diese visuellen Wunder der Natur überall auf unserem Planeten – und sogar darüber hinaus – gefunden werden. Auch wenn unser Kulturkreis keine solch fantasievollen Erklärungen für natürliche Steinstrukturen anzubieten hat, ziehen die ungewöhnlichen Formationen unsere Fantasie in ihren Bann und sind nicht selten Hauptattraktion in Parks und Naturschutzgebieten.

Der „Badlands Guardian“

Nur von sehr hoch über dem Boden kann dieses geologische Wunder im Südosten Albertas in Kanada gesehen werden. Wie in Fels gehauen tritt uns dort das Haupt eines Indianers, der einen Kopfhörer trägt, entgegen – der „Badlands Guardian“, übersetzt etwa Wächter des Ödlandes, nichtsdestotrotz sind seine menschenähnlichen Details für den Betrachter erschütternd, wenn man bedenkt, dass keine Menschenhand daran beteiligt war, diese enorme Masse von Felsgestein zu formen. Allein durch Erosion der lehmreichen Bodenschichten mittels Regenwasser und einer langen Zeit wurde die Skulptur geformt.

Der Alte Mann des Berges

Das steinerne Porträt von New Hampshire war einst eine große Sehenswürdigkeit. Vom Kinn bis zur Stirn war das Profil des „Old Man of the Mountain“ („Der Alte Mann des Berges“) etwa 12 Meter hoch und 8 Meter breit. Es wird angenommen, dass Gletscher und eine Abfolge von unterschiedlichen geologischen Phänomenen vor etwa 200 Millionen Jahren angefangen haben, diese natürliche Skulptur zu formen. Sie wurde von Touristen über Jahrzehnte als ein prächtiges Wahrzeichen von New Hampshire bewundert.
Trotz der Legenden von den Einheimischen der Region, die erzählen, wie man einen Berg mit einem steinernen Gesicht stromabwärts am Fluss Merrimack findet, stammt die erste schriftliche Erwähnung vom „Old Man of the Mountain“ aus dem Jahre 1805.
Über die vergangenen Jahrhunderte wurden viele Geräte eingesetzt, um das Monument aus Granit vor dem Zerfall zu bewahren. Nur einige Jahre vor dessen „Ableben“wurden Kabel und synthetisches Harz in den Fels eingesetzt, aber schließlich gab der mythische Kopf den extremen Kräften der Natur nach, die ihn dereinst erschaffen hatten. Starke Winde, gepaart mit heftigem Regen, und das ständige Gefrieren führten zum Einsturz des gigantischen Kopfes am frühen Morgen des 3. Mai 2003.

Das Marsgesicht

Außer dem Weltbekannten „Old Man of the Mountain“ und dem „Badlands Guardian“ weisen viele verlassene Gegenden der Erde ihre eigenen suggestiven Naturskulpturen auf. „Die Sieben Geschwister“, „Der Betende Mönch“ oder die rumänische „Sphinx“ sind nur einige der Tausenden  natürlich vorkommenden Monolithen, die in fast jeder Ecke der Welt aufzufinden sind. Vermutlich warten viele dieser Skulpturen immer noch stillschweigend auf ihre Entdeckung.
Aber die Erde ist nicht der einzige Planet mit solch bizarren Formationen. Als Fotos von der berühmten Zitadelle vom Mars, Cydonia Mensae, 1976 veröffentlicht wurden, lösten sie eine Flut von widersprüchlichen Diskussionen aus. Bilder dieser angeblichen Formationen nährten die Phantasien Tausender, die der Hoffnung waren, dass intelligente Wesen mit einer fortgeschrittenen Technologie auf dem roten Planeten wohnen könnten.
Während die NASA-Angestellten darauf bestanden, dass die anfänglichen Bilder vom „Marsgesicht“ (auch Teil von Cydonia) nur durch eine zufällige Illusion von Licht und Schatten zustande gekommen sind, waren andere überzeugt, dass diese Fotos eine aufschreckende, unbeschreibliche Geschichte von unserem roten Nachbarn enthüllen.
Die vielleicht Gewagteste unter diesen Personen ist der kontrovers diskutierte Wissenschaftler Richard C. Hoagland. Weil die räumlichen Eigenschaften dieser seltsamen Strukturen vom Mars bemerkenswerte Parallelen zu den ägyptischen Pyramiden auf der Erde aufweisen, stellte Hoagland eine kühne Theorie auf, die das geheimnisvolle Marsgesicht mit den Erbauern der berühmten ägyptischen Sphinx in Beziehung setzt.
Viele haben aufgrund der neueren Satellitenbilder vom „Marsgesicht“ von 2006 die Reputation des Gesichtes als entweder ein Ingenieursmeisterwerk oder eine wundersame Naturformation degradiert. In 2008 jedoch offenbarte die Marslandschaft ein weiteres fotografisches Geheimnis: Das Auftauchen einer Figur unter den Felsen. Das Foto wurde von der Marssonde Spirit aufgenommen und hat genauso wie des frühere „Marsgesicht“ wiederum eine große Anzahl von Forschern überzeugt, dass der Mars doch nicht so unbewohnbar sein kann.

NASA Aufnahmen „Alien life on Mars?“

Ungeachtet dessen, ob die marsianische Technologie und Kultur wirklich existierte oder nicht, kann niemand leugnen, dass diese Strukturen genauso wie diejenigen, welche auf der Erde gefunden wurden, unsere Fantasie erfolgreich in ihren Bann gezogen haben. Die Menschheit wurde seit Jahrtausenden dadurch in Staunen versetzt, ihr eigenes Bildnis in Stein gehauen zu sehen. Wenn diese Skulpturen jedoch durch die Hände der Mutter Natur selbst in Stein gemeielt gefunden werden, verleiht das dem Stein umso mehr den Hauch des Geheimnisvollen.

In diesen Fällen scheint die Natur uns eine Widerspiegelung unseres Selbst zu bieten, indem sie Gesichter erschafft, die uns sehr vertraut erscheinen. (dk)

4 weitere Mysteriöse Erscheinungen. Viel Vergnügen!

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