Aktuelle Nachrichten – Panorama
03.06.2011
Berlin – Der Schriftsteller Wladimir Kaminer hat in seinen Anfangsjahren in Deutschland bescheiden gelebt. Für seine Wohnung in Berlin habe er in den 90er Jahren nur 16,50 Mark Miete bezahlt, sagte der 43-Jährige der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe). "Von meinen Nachbarn erfuhr ich, dass ich einen Eimer Wasser in der Küche warm machen und über mich kippen müsse, wenn ich mich waschen wolle". Er sei dann lieber in die Sauna gegangen und habe dort geduscht.
Er habe anfangs als Toningenieur an einem Theater gearbeitet, sagte Kaminer. Dann sei er einige Jahre arbeitslos gewesen, habe unter anderem eine "Umschulung zur Sekretärin" gemacht, Altkleider gesammelt und Pizza ausgefahren. In einer kleinen Fabrik in Kreuzberg habe er mit einem türkischen Kollegen riesengroße erotische Kalender verpackt. "Die haben uns nach drei Tagen entlassen, wir lachten ihnen zu viel."
Kaminer war 1990 nach Deutschland ausgewandert. Der gebürtige Russe wurde durch seine Erzählbände "Russendisko" und "Militärmusik" sowie durch seine Partys bekannt.
(dapd)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Meeresschlick für harte Knochen
(08.05.2011)
Anke Engelke hat „missionarischen Eifer“
(26.03.2011)
Streicheleinheiten für Haut und Seele
(22.02.2011)
(09.02.2011)
Frankfurter Buchmesse steht ab Mittwoch im Zeichen digitaler Medien
(04.10.2010)
Eine Million Euro für „Die drei Musketiere“
(23.07.2010)