Aktuelle Nachrichten – Sport
29.12.2011
Foto: Matthias Rietschel/dapd
Altenberg – 39 Tage vor der Heim-WM im sächsischen Altenberg (6. bis 12. Februar) ist den Rodel-Olympiasiegern Tatjana Hüfner und Felix Loch die Generalprobe geglückt – die erhoffte WM-Nominierung blieb aber noch aus. Entgegen vorschneller Ankündigungen hat Bundestrainer Norbert Loch nach den deutschen Meisterschaften auf der WM-Bahn in Altenberg am Donnerstag seinen Kader noch nicht benannt. Die neuen deutschen Meister Loch und Hüfner dürften sowieso gesetzt sein – dahinter wird es vor allem bei den Frauen spannend.
Denn hinter Hüfner, die sich erwartungsgemäß ihren zweiten nationalen Titel sicherte, machten in Carina Schwab (Berchtesgaden) und Dajana Eitberger (Ilmenau) zwei junge Wilde auf sich aufmerksam. "Mit ihren Leistungen haben sie den Kampf um die WM-Plätze offen gehalten", sagte Loch der Nachrichtenagentur dapd. Vor allem für die dritte Weltcup-Starterin Anke Wischnewski (Oberwiesenthal), nur DM-Fünfte, geht es bei den kommenden Weltcups am Königssee, in Oberhof und Winterberg um alles. Die WM-Zweite Natalie Geisenberger (Miesbach) dürfte wie Hüfner sicher bei der Heim-WM dabei sein.
"Hüfner und Geisenberger gehen vorne weg", sagte Loch. Vorjahressiegerin Geisenberger musste sich dabei nach einem schwachen ersten Lauf mit Platz vier begnügen. Bei den Herren fällt die Entscheidung leichter. Loch, der zwei der drei Weltcup-Rennen in diesem Winter bereits für sich entschieden hat, wird das deutsche Aufgebot anführen. Auch der Olympia-Zweite David Möller (Ilmenau) und Andi Langenhan (Zella-Mehlis) rechtfertigten als Dritter und Vierter der nationalen Meisterschaften ihre Weltcup-Plätze. Auf Platz zwei fuhr überraschend der Ilmenauer Jan Eichhorn, der seine aktive Karriere jedoch nach dem Rennen beendete.
"Wir wollen in allen vier Disziplinen gewinnen. Dazu haben wir das Zeug", kündigte Loch nach den Eindrücken auf der WM-Bahn an. Auch der Blick auf die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) stimmte den 49-Jährigen positiv: Erwartungsgemäß setzte sich das deutsche Top-Duo gegen Toni Eggert/Sascha Benecken (Friedrichsroda/Suhl) und Ronny Pietrasik/Christian Weise (Altenberg/Othal) durch. Die nationale Premiere der Teamstaffel gewannen Wendl/Arlt gemeinsam mit Geisenberger und Loch.
(dapd)
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