Städtereisen - Kulturreisen - Kurztripps – Wo Kennedy einst übernachtete – Daniel Yee
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Wo Kennedy einst übernachtete

Daniel Yee

19.12.2007

Das Hauptrestaurant im Book-Cadillac Hotel in Detroit, in einer Aufnahmen vom Dezember 1924. (AP Photo/The Detroit News. File)
Das Hauptrestaurant im Book-Cadillac Hotel in Detroit, in einer Aufnahmen vom Dezember 1924. (AP Photo/The Detroit News. File)
Ein Gästezimmer im Ellis Hotel in Atlanta. (AP Photo/John Amis)
Ein Gästezimmer im Ellis Hotel in Atlanta. (AP Photo/John Amis)
Das Skirvin Hotel in Oklahoma City. (AP Photo/File)
Das Skirvin Hotel in Oklahoma City. (AP Photo/File)

Atlanta – Die US-Präsidenten John F. Kennedy und Harry S. Truman zählten zu den illustren Gästen des Book-Cadillac Hotels in Detroit, im Skirvin in Oklahoma trafen sich Ölbarone und hochrangige Politiker. Doch dann begann den Niedergang der einst glamourösen Luxusherbergen. Jetzt werden sie wiederbelebt. Immer mehr Hoteliers in den USA entdecken den Charme historischer Gebäude, selbst wenn es sich um ein ehemaliges Gefängnis handelt.

Rund zehn Jahr stand die Besserungsanstalt in Boston am Fuß des Beacon Hill leer, nachdem Versuche gescheitert waren, daraus Büros zu machen. Unter Leitung des Architekten Gary Johnson wurde das Gebäude aus dem Jahr 1851 zum Hotel umgebaut. Dabei wurden bewusst Teile der alten Funktion erhalten. So müssen die Gäste auf dem Weg zum Aufzug beispielsweise an fünf Zellen vorbeigehen. „Niemand verbirgt die Tatsache, dass es ein Gefängnis war. Im Gegenteil, wir zelebrieren das“, sagt Johnson. Die mehr als fünf Meter hohe Gefängnismauer wurde immerhin abgerissen. Ganz billig ist eine Nacht im „Gefängnis“ allerdings nicht. Die Preise liegen zwischen 325 Dollar (226 Euro) und 525 Dollar (365 Euro).

Eine neue Seite in der Geschichte des Ellis Hotels in Atlanta will Besitzerin Susan Griffin aufschlagen. Das Haus hatte sich nie von der Katastrophe erholt, die sich 1946 ereignete, als bei einem Brand in dem Haus 119 Menschen starben. Das Gebäude stand mehrere Jahrzehnte leer, bis Susan Griffin die Chance für einen Neuanfang sah. Rund 28 Millionen Dollar (19 Millionen Euro) investierte sie in die Renovierung, im Oktober wurde das Ellis in der Peachtree Street wiedereröffnet. „Wir haben die erste Seite der neuen Geschichte eines wunderschönen Hotels in Atlanta aufgeschlagen“, sagt Griffin.

In der geräumigen Lobby des 1911 errichteten Skirvin Hotels in Oklahoma trafen sich einst Größen aus der US-Politik und Wirtschaft. Aber auch dieses Haus war mehr als 20 Jahre ungenutzt. Nach einer rund 55 Millionen Dollar (38 Millionen Euro) teuren Renovierung wurde es im Februar wiedereröffnet. Dabei wurde Wert selbst auf kleinste Details gelegt. So schmücken 29 handgeschnitzte Bacchus-Büsten die Säulen in der Hotellobby. In altem Glanz und mit dem neuen Namen Westin Book Cadillac soll im kommenden Jahr auch das Book-Cadillac Hotel in Detroit erstrahlen.

„Immer mehr Reisende suchen einzigartige Erlebnisse“, beschreibt Peter J. Frank, Chefredakteur des Luxusreise-Portals concierge.com. den aktuellen Trend. Dem trage die Wiederbelebung historischer Hotels Rechnung. Mit aufwendigen Renovierung sollten zudem vermögende Kunden angelockt werden. So setzt das 100 Jahre alte Alexis Hotel in Seattle auf einen Mix aus technischem Komfort und Stilmöbeln. Die Zimmer schmücken Rokoko-Spiegel, Fernseher mit HDTV-Standard sind eine Selbstverständlichkeit.

(AP)

 

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