Washington – Der in die Kritik geratene Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz bleibt im Amt. „Die Bank hat wichtige Arbeit zu tun, und ich werde sie weiterhin tun“, sagte Wolfowitz nach einer Sitzung des Lenkungsausschusses der Bank am Sonntag in Washington. Ihm wird Günstlingswirtschaft vorgeworfen, weil er seiner Freundin zur Beförderung verholfen haben soll. Deswegen waren Rufe nach seinem Rücktritt laut geworden.
Der Lenkungsausschuss erklärte, das Thema sei von großer Bedeutung und rief den Vorstand der Bank auf, seine Untersuchungen dazu abzuschließen. „Wir müssen sicherstellen, dass die Bank ihr Mandat effektiv ausüben und ihre Glaubwürdigkeit und ihren Ruf sowie die Motivation ihrer Mitarbeiter halten kann“, erklärte der Lenkungsausschuss weiter. Auf Fragen von Journalisten über einen möglichen Rücktritt verwies Wolfowitz in einer Pressekonferenz mehrmals auf die Erklärung des Ausschusses und sagte, er wolle der Arbeit des Vorstands nicht mit Äußerungen seinerseits in die Quere kommen. (AP)
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