Genf – Die Welthandelsorganisation (WTO) hat eine Untersuchung der US-Agrarsubventionen eingeleitet. Die Höhe der Beihilfen an die Landwirte für die Produktion von Getreide, Soja, Baumwolle und anderen Kulturen soll möglicherweise gegen die Regeln des Welthandels verstoßen, wie hochrangige Beamte am Montag nach einer geschlossenen WTO-Sitzung in Genf berichteten. Die Untersuchungskommission soll voraussichtlich bis Mitte nächsten Jahres über den Fall richten.
Kanada und Brasilien haben die WTO zu einer Verurteilung der USA aufgefordert. Sie beschweren sich über die Gesamthöhe der Subventionen, die ihrer Meinung nach den internationalen Wettbewerb verzerren und damit die Konkurrenten benachteiligen. Außerdem werfen sie Washington vor, die Beihilfen nicht in bisher vereinbartem Umfang zurückzufahren. Erst drei Tage zuvor hatte der US-Senat ein neues Landwirtschaftsgesetz verabschiedet, das insgesamt 286 Milliarden Dollar (197 Milliarden Euro) Subventionen vorsieht. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
(27.09.2012)
USA und China legen bei WTO neue Beschwerden gegeneinander ein
(17.09.2012)
WTO verbietet China Ausfuhrbeschränkungen auf Rohstoffe
(31.01.2012)
WTO bestätigt Urteil im Medienstreit zwischen China und den USA
(21.12.2009)
Südkorea und EU nehmen Freihandelsgespräche auf
(07.05.2007)
Barroso zu Gesprächen über WTO-Verhandlungen nach Washington
(08.01.2007)
Russland mit USA einig über WTO-Beitritt
(10.11.2006)