Aktuelle Nachrichten – International
15.09.2010
Foto: Mustafa Quraishi/AP Photo
Kabul – Die Polizei in der afghanischen Hauptstadt Kabul hat mit Warnschüssen in die Luft eine Menschenmenge auseinandergetrieben, die gegen die in den USA geplante, inzwischen aber abgesagte Verbrennung von Koran-Ausgaben protestierte. Rund 800 Afghanen nahmen an der Protestkundgebung in den Außenbezirken von Kabul teil. Kleriker forderten dabei die Absetzung der afghanischen Regierung und verlangten den Abzug der ausländischen Truppen. Die Demonstranten verbrannten Reifen und warfen Steine auf die Polizisten.
Nach Angaben des Innenministeriums wurden mindestens 35 Polizisten und zehn Demonstranten verletzt. Krankenhausmitarbeiter berichteten von Schussverletzungen bei zwei Demonstranten, die offenbar von Querschlägern stammten. Nach Einschätzung der afghanischen Polizei benutzt die Taliban die Wut vieler Muslime über die angedrohte Koranverbrennung in Florida, um vor der Parlamentswahl am Samstag Stimmung gegen die mit den USA verbündete Regierung in Kabul zu machen. (dapd)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Schlagworte
Muslime demonstrieren gegen geplante Koranverbrennungen
(09.09.2010)
Wahllokale in Afghanistan müssen geschlossen bleiben
(08.09.2010)
Sieben Tote bei Selbstmordanschlag in Kundus
(05.09.2010)