Hamburg – Die Tierschutzorganisation WWF befürchtet den Tod von 300 bis 400 jungen Ringelrobben in der Ostsee. Den Tieren fehle die zur Brutpflege nötige Eisdecke, nachdem die Ostsee den wärmsten Winter in Jahrzehnten erlebt habe und deshalb weniger Wasseroberfläche zugefroren sei, erklärte der WWF am Montag in Hamburg. Allerdings hätten WWF-Mitarbeiter bisher noch keine einzige tote Babyrobbe entdeckt, räumte WWF-Sprecher Ralph Kampwirth ein.
Wie die Tierschützer erklärten, ziehen die Ringelrobben ihre Jungtiere in Schneehöhlen auf dem Packeis groß. In diesem Jahr bestehe die Gefahr, dass die Jungtiere zu schnell ins kalte Wasser müssten und noch keine schützende Fettschicht hätten, erklärte der Verband. Den Jungtieren drohe deshalb der Tod durch Erfrieren oder Ertrinken.
Insgesamt gebe es noch bis zu 10.000 Ringelrobben, die nach Angaben des WWF vor allem vor Finnland und Russland leben. Von den 1.500 Jungtieren pro Jahr seien 300 bis 400 durch zu wenig Eis gefährdet. Bislang sei aber noch kein verendetes Jungtier gefunden oder gesichtet worden, obwohl die Wurfzeit schon seit Ende Februar laufe. (AP)
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