Foto: Annette Herr/WWF
Sense, Isar und Ammer sind laut einer Studie des WWF weiterhin ökologisch intakt. Wie der WWF berichtet, schnitt ein Schweizer Alpenfluss, die Sense, am besten ab. Deren ökologischer Wert sei zu 95 Prozent „hoch“ oder „sehr hoch“, sagt der WWF.
Ihr folgen Isar und Ammer. In einem schlechteren Zustand seien dagegen Thur, Iller und Mangfall. Am negativsten wurde die Traisen bewertet. Insgesamt sei nach dem Urteil der Umweltschützer des WWF die Hälfte aller untersuchten Flussabschnitte nur noch in einem „geringen“ bis „mittleren“ Maße ökologisch intakt.
„Viele Wildflüsse der Alpen wurden in Ketten gelegt. Sie sind aufgestaut, eingedämmt, kanalisiert oder begradigt, ihrer natürlichen Dynamik und ihrer Auen beraubt“, sagt Claire Tranter, zuständige Referentin beim WWF Deutschland. Der WWF fordert daher die Erhaltung ökologisch wertvoller und (wo möglich) die Wiederherstellung beeinträchtigter Flussabschnitte. Insgesamt belege die WWF-Studie die hohe Bedeutung naturnaher Wildflüsse, so Tranter. Häufiger fänden sich hier selten gewordene Lebensräume und gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Untersucht wurden für die WWF-Studie 15 nordalpine Wildflüsse in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der WWF hat im Jahr 2010 an der Ammer ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Arten- und Lebensraumvielfalt gestartet. (jel)
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