Wiesbaden - In Deutschland leidet inzwischen jeder dritte Bürger an an Heuschnupfen, Asthma oder allergischen Ekzemen. Grund für die stetige Zunahme der Patientenzahlen ist nach Angaben des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen der moderne westliche Lebensstil. Eine wesentliche Rolle spiele dabei, dass auf der einen Seite das Immunsystem weniger durch Infektionen trainiert werde und auf der anderen Seite in hochisolierten Wohnräumen die Belastung mit Milben- und Schimmelpilzallergenen erhöht sei.
Der verstärkte Pollenflug durch die globale Erwärmung und die Luftverschmutzung durch Feinstäube seien weitere Faktoren, die die Zunahme allergischer Erkrankungen verursacht haben könnten, erklärten die Mediziner. Die Betroffenen nähmen ihre Beschwerden oft nicht ernst. Zu spät und zu selten wendeten sich Allergie geplagte Menschen an einen allergologisch ausgebildeten Facharzt. Dabei könne eine rechtzeitige Behandlung die Symptome langfristig verbessern und schwere Folgeerkrankungen wie Asthma verhindern.
(AP)