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Flüchtlingsströme Zahl der Libyen-Flüchtlinge erreicht 213.000

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07.03.2011

Zur Bewältigung der Flüchtlingsströme forderten die Vereinten Nationen und die Internationale Organisation für Migration mindestens 160 Millionen Dollar  Soforthilfe. Foto: Emilio Morenatti/AP Photo
Zur Bewältigung der Flüchtlingsströme forderten die Vereinten Nationen und die Internationale Organisation für Migration mindestens 160 Millionen Dollar Soforthilfe.

Foto: Emilio Morenatti/AP Photo

Genf – Mehr als 213.000 Gastarbeiter haben Libyen seit Beginn der dortigen Kämpfe verlassen und weitere Hunderttausende könnten innerhalb der kommenden drei Monate folgen, wie Hilfskräfte am Montag mitteilten. Zur Bewältigung der Flüchtlingsströme forderten die Vereinten Nationen und die Internationale Organisation für Migration mindestens 160 Millionen Dollar Soforthilfe. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ernannte unterdessen den ehemaligen jordanischen Außenminister Abdelilah al Chatib zum Sondergesandten für Libyen und forderte die Behörden des Landes auf, die Sicherheit der ausländischen Flüchtlinge und ihren Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewährleisten.

Allein die IOM benötigt eigenen Angaben zufolge 49,2 Millionen Dollar (35,2 Millionen Euro) für die Unterstützung von 65.000 Gastarbeitern, die das nordafrikanische Land verlassen wollen. Allerdings reiche auch dieser Betrag gerade einmal aus, um "an der Oberfläche zu kratzen", sagte IOM-Sprecherin Jemini Pandya. Die bisher geflohenen 213.000 Gastarbeiter stellten lediglich rund 15 Prozent der Ausländer dar, die sich vor dem Beginn der Unruhen in Libyen aufgehalten hätten.

"Wir können nicht dulden, dass die Menschen die Grenzen überqueren und dort tagelang auf Evakuierung warten", sagte die IOM-Sprecherin. "Viele der Menschen sind traumatisiert nach all den Dingen, die ihnen passiert sind. Wir müssen ihnen helfen, damit sie nicht im Niemandsland hängen bleiben."

Der UN-Generalsekretär äußerte am Montag tiefe Besorgnis über die Notlage der vielen Gastarbeiter sowie anderer Zivilisten in Libyen, insbesondere im noch immer von Staatschef Muammar al Gaddafi kontrollierten Westteil des Landes. Ban forderte das libysche Regime zu einem sofortigen Ende des "unverhältnismäßigen Einsatzes von Gewalt sowie der rücksichtslosen Angriffe auf Zivilisten" auf. Wer gegen internationale Gesetze verstoße, werde dafür zur Verantwortung gezogen, sagte Ban.

(dapd)

 

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