Neu-Isenburg – Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Mittwoch in ihrem Jahresbericht mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 1.259 postmortale Organspenden verzeichnet. Dies seien 39 beziehungsweise 3,2 Prozent mehr als 2005. Damit erhöhte sich die Zahl der Organspender pro Million Einwohner in Deutschland zum ersten Mal auf über 15. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Menschen, die nach dem Tod ihre Organe gespendet haben, kontinuierlich gesteigert.
Die Zahl der durchgeführten Transplantationen in Deutschland erreichte laut DSO ebenfalls einen Höchststand. Im Jahr 2006 konnten erstmals mehr als 4.000 postmortal gespendete Organe übertragen werden: Inklusive der Verpflanzungen nach Lebendspende waren es insgesamt 4.646 Organe, die schwer kranken Patienten ein neues Leben schenken sollten. Seit 1963 hat sich damit die Zahl der transplantierten Organe auf fast 84.000 summiert.
„Die Ergebnisse des Vorjahres spiegeln die positive Entwicklung der Organspende- und Transplantationszahlen wider. Doch sie sind bei weitem noch nicht ausreichend“, erklärt Günter Kirste, medizinischer Vorstand der DSO. Immer noch warteten rund 12.000 Patientinnen und Patienten in Deutschland auf eine lebensrettende Transplantation.
http://www.dso.de/ (AP)
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