Menschen & Meinungen – Zahl der Scheidungen rückläufig – DAPD
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Zahl der Scheidungen rückläufig

DAPD

07.11.2007

Wiesbaden – Zum dritten Mal in Folge ist die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland gesunken: Im vergangenen Jahr wurden rund 190.900 Ehen geschieden und damit 5,3 Prozent weniger als 2005, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.

Im Schnitt wurden von je 1.000 in Deutschland insgesamt bestehenden Ehen somit zehn allein im vergangenen Jahr geschieden. In den Jahren 2002 bis 2005 waren noch elf von 1.000 insgesamt bestehenden Ehen geschieden worden. Die Scheidungsquote, also der Prozentsatz aller Ehen, die im Lauf der Zeit überhaupt geschieden werden, liegt dagegen mit 49,3 Prozent sehr viel höher. Im Vergleich zum Vorjahr (49,2 Prozent) hat sie sich damit 2006 kaum verändert. Doch hatte auch sie in den Jahren davor noch höher gelegen: 2003 waren es 50,4 Prozent und 2004 immer noch 50,1 Prozent.

Die Zahl der Ehescheidungen hatte von 1992 bis 2003 fast beständig zugenommen, erst seit 2004 geht sie wieder zurück. Bei den im vergangenen Jahr geschiedenen Ehen wurde der Antrag in fast 56 Prozent der Fälle von der Frau gestellt. Der Mann reichte nur in 36 Prozent der Fälle die Scheidung ein, bei den übrigen Trennungen stellten die Partner den Antrag gemeinsam. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der nur vom Mann eingereichten Scheidungen damit um rund sechs Prozent zurück, bei den Frauen waren es rund fünf Prozent weniger allein eingereichte Scheidungsanträge.

Knapp die Hälfte der 2006 geschiedenen Paare hatte Kinder unter 18 Jahren. Damit ging die Zahl der von Scheidung betroffenen Minderjährigen gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 148.600 zurück. Bei der Mehrzahl aller Ehescheidungen (fast 85 Prozent) waren die Parteien zumindest ein Jahr getrennt. (AP)

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