Aktuelle Nachrichten – Menschen & Meinungen
28.03.2011
Foto: Joerg Koch/dapd
München – Das ZDF reformiert ab Mai sein Abendprogramm. Chefredakteur Peter Frey kündigte in einem Interview des "Focus" unter anderem an, dass man künftig mittwochs unter der einheitlichen Marke "ZDF Zoom" "hochwertige, investigative Dokumentationen" zeigen wolle. Journalistisch anspruchsvolle Filme sorgten am Ende für "mehr Profil und Relevanz" als die "Flut der Talkshows, die uns die ARD servieren will", wird er zitiert.
Zugleich wird das "auslandsjournal" am Mittwoch auf 22.15 Uhr vorverlegt, wie Frey laut dem Magazin sagte. Unter dem Titel "ZDF Zeit" wolle das Zweite jeweils am Dienstag zur Hauptsendezeit um 20.15 Uhr große Themen wie etwa "Deutschland von innen" über die Entwicklung der Migration seit den 50er-Jahren behandeln, sagte Frey demnach.
Der seit knapp einem Jahr amtierende Chefredakteur des ZDF räumte ein, ihn schmerze, dass die "heute"-Sendung bei den Einschaltquoten der TV-Nachrichten hinter "Tagesschau" und "RTL aktuell" nur Dritte ist. "Wir arbeiten daran, dies zu verändern", sagte Frey. Überlegt werden müsse, in welchem Umfeld die "heute"-Sendungen stattfänden. Außerdem müsse man die Sendungen so gut einbinden "wie RTL es mit RTL aktuell vormacht".
Der Chefredakteur hob zudem die Bedeutung der Einschaltquote hervor. "Ich bin ein Anhänger der Quote." Sie gebe darüber Auskunft, "wie wir mit unseren journalistischen Produkten beim Zuschauer ankommen." (dapd)
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