Aktuelle Nachrichten – China - Gesellschaft
07.06.2012
Foto: AP Photo/Schalk van Zuydam
Peking – Etwa zehn Prozent aller Tuberkulose-Fälle in China können mit der herkömmlichen Medikamenten-Therapie nicht behandelt werden. Die Untersuchung, die am Donnerstag im "New England Journal of Medicine" erschien, zeige das Ausmaß des Problems in China, erklärte einer der Autoren, Daniel Chin, ein Tuberkulose-Experte der Stiftung von Bill und Melinda Gates in Peking.
Die beteiligten Forscher forderten die chinesische Regierung auf, stärker in das öffentliche Gesundheitswesen zu investieren, um resistente Stränge der Lungenkrankheit schneller zu identifizieren. Außerdem müsse verhindert werden, dass die Krankenhäuser die Medikamente falsch einsetzten und damit das Problem verschärften.
Tuberkulose wird normalerweise mit einer Therapie aus vier Antibiotika in sechs bis neun Monaten geheilt. In einem kommunistisch-kapitalistischen Land, in dem die Bevölkerung größtenteils die Arzt- und Arzneikosten selber zahlen muss, ist das nicht nur ein Problem der gesundheitlichen Aufklärung, sondern auch der Bezahlbarkeit. Wenn die Behandlung jedoch unterbrochen wird, können sich Resistenzen bilden. (rls/dapd)
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