Aktuelle Nachrichten – China
03.08.2009
Peking – Nach dem Ausbruch der Lungenpest im Nordwesten Chinas stehen alle zehntausend Bewohner einer Kleinstadt weiter unter Quarantäne. Mindestens zwölf Menschen infizierten sich laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua mit der hoch ansteckenden tödlichen Lungenkrankheit. Zwei Todesopfer waren bis zum Montag zu beklagen. Die übrigen Infizierten wurden im Krankenhaus isoliert und behandelt.
Am Sonntag erlag ein zweiter Bewohner der Kleinstadt der Krankheit, ein 37 Jahre alter Mann, der ein Nachbar des ersten Lungenpest-Opfers war. Der 32 Jahre alte Hirte war der hochgefährlichen Infektionskrankheit am Samstag zum Opfer gefallen. Die zehn Infizierten waren Behördenangaben zufolge zumeist mit dem ersten Toten verwandt.
Ein Zeugin berichtete, dass Sicherheitskräfte in einem Radius von 28 Kilometern rund um Ziketan Straßensperren errichteten, um Bewohner an einer Flucht zu hindern. „Die Leute haben eine solche Angst. Es sind nur wenig Menschen auf der Straße“, sagte ein Besitzer eines Marktstandes in der Stadt der Nachrichtenagentur AP am Telefon. „Die Polizei bewacht das Quarantäne-Zentrum am Krankenhaus“, sagte Wan, der nur seinen Nachnamen nennen wollte. Die Behörden hätten die Desinfektion von Häusern und Läden angeordnet, die Straßen dürften nur mit Gesichtsmasken betreten werden.
Die Lungenpest wird von den gleichen Bakterien verursacht wie die Beulenpest. Während diese vor allem durch Insektenbisse übertragen wird, verbreitet sich die Lungenpest durch Tröpfcheninfektion. Sie gilt als eine der tödlichsten Infektionskrankheiten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können Menschen schon innerhalb von 24 Stunden nach der Lungenpest-Infektion sterben. (AP)
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