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Polizei und Feuerwehr Zu Silvester im Dauereinsatz

DAPD

01.01.2011

Berlin/München – Silvester 2010 ist für Polizisten und Feuerwehrleute wieder eine arbeitsreiche Nacht gewesen. Vielerorts in Deutschland waren sie am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag im Dauereinsatz. Es gab einige Unfälle mit Feuerwerkskörpern und unzählige Brände. Mehrere Menschen starben, zahlreiche wurden verletzt. Im bayerischen Gaißach kam ein 33-Jähriger durch eine selbst gebastelte Feuerwerksvorrichtung ums Leben.

Der Mann hatte sich nach Angaben des Landeskriminalamtes kurz nach Mitternacht über die vermutlich mit Schwarzpulver gefüllte Vorrichtung gebeugt, nachdem eines der Rohre nicht gezündet hatte. In diesem Moment kam es zur Explosion. Der 33-Jährige wurde so schwer am Kopf verletzt, dass er noch vor Ort starb. In München wurde ein 63-Jähriger schwer verletzt, als ein selbst gebauter Feuerwerkskörper in seiner Hand explodierte. Ihm wurden mehrere Fingerglieder ab- und die Bauchdecke aufgerissen. Nach einer Notoperation war er außer Lebensgefahr.

Im oberbayerischen Bad Reichenhall starb eine 51-Jährige bei einem Feuer in einer Wohnung, in der sie mit ihrer 90-jährigen Mutter gefeiert hatte. Die beiden begingen den Jahreswechsel offenbar mit Sternwerfern auf dem Balkon, wie die Polizei mitteilte. Dabei geriet die Wohnung unter noch nicht endgültig geklärten Umständen in Brand. Für die 51-Jährige kam jede Hilfe zu spät, ihre Mutter erlitt eine schwere Rauchvergiftung. Im unterfränkischen Großostheim wurde am Samstagmorgen nach einem vermutlich durch eine glimmende Zigarette ausgelösten Schwelbrand die Leiche einer 75-Jährigen gefunden. In Nürnberg kam eine 87-Jährige bei einem Brand ums Leben.

Auch in Nordrhein-Westfalen, wo die Polizei zu 3.474 Einsätzen ausrückte, starben zwei Menschen bei Wohnungsbränden.

Zahlreiche Verletzungen durch Feuerwerkskörper

In Berlin, wo auf Deutschlands größter Open-Air-Silvester-Party am Brandenburger Tor rund eine Million Berliner und Gäste den Beginn des neuen Jahres feierten, hatten Polizei und Feuerwehr ebenfalls viel zu tun. Die Feuerwehr bewältigte in der Zeit von 19.00 bis 6.00 Uhr insgesamt 1.568 Einsätze.

Viele der Brände und Verletzungen, zu denen die Rettungskräfte gerufen wurden, ließen sich auf unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern zurückführen, hieß es. Einer 27-Jährigen im Stadtteil Hellersdorf wurden beim Hantieren mit Böllern zwei Finger der rechten Hand abgerissen. In einer Gaststätte in Prenzlauer Berg wurde ein 40 Jahre alter Mann ebenfalls durch einen Böller verletzt. Er musste mit einer blutenden Augenverletzung in eine Klinik gebracht werden.

Die Hamburger Feuerwehr stellte fest, dass es in diesem Jahr mehr Verletzungen durch Feuerwerkskörper gab als in den Jahren davor. Dort gab es unter anderem mehrere Fälle schwerer Verbrennungen durch explodierende Böller und durch Leuchtraketen.

(dapd)

 

 

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